Monero-Entwickler wollen neuen Proof-of-Work-Algorithmus implementieren

Die auf Datenschutz ausgerichtete Kryptowährung Monero (XMR) plant für Oktober die Umstellung auf einen neuen Proof-of-Work-Algorithmus (PoW). Die Entscheidung für den neuen Algorithmus habe sich aus einer Vereinbarung mit dem Unternehmen Arweave ergeben, das eine Prüfung des neuen Algorithmus finanzieren werde, so ein Arweave-Sprecher gegenüber Cointelegraph am 23. Mai per E-Mail.

Arweave hat ein permanentes und dezentralisiertes Internet herausgebracht und erklärte, dass Monero den RandomX-Algorithmus implementieren würde und damit CryptoNight ersetzen werde, wenn das Audit positiv ausfalle.

Bisher haben die Monero-Entwickler im Netzwerk einmal alle 6 Monate einen Hard-Fork durchgeführt, um gegen anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) vorzugehen. Dabei wurden kleine Änderungen an CryptoNight gemacht.

Diese Vorgehensweise wurde jedoch kritisiert, weil sie zu zentralisiert sei, wie ein GitHub-Nutzer im Jahr 2018 erklärte. Es hieß, dass die häufigen Hard-Forks einen höheren Grad an Zentralisierung erfordern würden, um diese zu koordinieren. Arweave behauptete, dass RandomX weniger Entwicklereingriffe erfordere, um ASIC-resistent zu bleiben. Außerdem soll der Algorithmus dafür sorgen, dass GPU-Mining nicht wettbewerbsfähig ist.

Arweave hat sich mit Monero-Entwicklern zusammengeschlossen und will das Audit mitfinanzieren. Dieses soll voraussichtlich umgerechnet 134.000 Euro kosten und in den nächsten zwei Monaten durchgeführt werden.

Auf der GitHub-Seite von RandomX heißt es auch, dass der Algorithmus von Minern über zwei Gigabyte RAM für den Prozess fordere. Damit würde Kryptojacking schwieriger zu verbergen sein.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, kam ein globaler Bedrohungsreport von Check Point Research im April zu dem Schluss, dass die drei häufigsten entdeckten Malware-Varianten Krypto-Miner gewesen seien, die häufig Monero minen.

Anfang Mai berichtete das Sicherheitsinformationsunternehmen Trend Micro Inc, dass Cyberkriminelle nun die bekannte Schwachstelle CVE-2019-3396 in der Software Confluence ausnutzen, um Monero zu minen. Confluence ist ein Workspace-Produktivitätstool von Atlassian.