Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert. Es wurde ein Fehler im Titel korrigiert, da es sich um einen Betrag von 279 Mio. Euro und nicht um 279 Mrd. Euro handelt.
Der Treuhänder für das Rehabilitationsverfahren der stillgelegten Kryptowährungsbörse Mt. Gox soll große Mengen Bitcoin und Bitcoin Cash auf der Handelsplattform BitPoint verkauft haben. Cointelegraph Japan berichtete am 5. Februar über diese Entwicklung und berief sich dabei auf durchgesickerte Informationen.
Ein Unbekannter soll Informationen aus dem Gerichtsverfahren gegen Mt. Gox vor dem Bezirksgericht Tokio eingeholt und der Gläubigergruppe von Mt. Gox GoxDox.com vorgelegt haben.
Die Informationen, die aus offenbar unvollständigen Scans von Transaktionen bei BitPoint hervorgehen, bestätigen mutmaßlich, dass Nobuaki Kobayashi, der Treuhänder von Mt. Gox, Coins an einer großen Börse verkauft hat, um Gläubiger zu entschädigen.
"Wenn BitPoint nicht gerade einfach nur sehr großzügig ist, würden wir fast wetten, dass der Grund für die Einzahlung von Milliarden von japanischen Yen auf das Bankkonto des Treuhänders der ist, dass die Plattform damit beauftragt wurde, die BTC/BCH des MtGox-Vermögens zu verkaufen", schreibt GoxDox.
Der Prozess der Entschädigung von Nutzern, die im Jahr 2014 bei dem riesigen Hackangriff auf Mt. Gox Geld verloren haben, war langwierig und von Kontroversen durchzogen.
Während der letzten Jahreshälfte 2017 und der ersten Jahreshälfte 2018 sollen die mutmaßlichen Verkäufe von Kobayashi Gerüchten zufolge den Bitcoin-Kurs aufgrund ihres Umfangs manipuliert haben.
Im Laufe der Diskussion über das Phänomen, das als das "Dumpening" bekannt wurde, behaupteten bekannte Leute aus dem Kryptowährungsbereich, dass Kobayashi oder ein Mitarbeiter von Anfang an offen versucht haben könnte, die üblichen Vertriebskanäle zu nutzen.
Jesse Powell, der CEO der US-Börse Kraken, hatte zuvor gesagt, dass seine Plattform eine Anfrage in Bezug auf Methoden für groß angelegte Verkäufe erhalten habe, worauf auch GoxDox nun verweist. Powell erklärte jedoch, dass die Vorschläge von Kraken für den Verkauf von Coins in einer Auktion oder bei einem außerbörslichen Broker nicht umgesetzt wurden.
Der Gesamtbetrag, um den es sich laut den durchgesickerten Dokumenten drehen soll, beläuft sich auf umgerechnet knapp 279 Mio. Euro.
Letzte Woche gab es weitere Enthüllungen aus dem Entschädigungsprozess. Dabei hat etwa CoinLab, ein Mt. Gox-Gläubiger, eine Forderung im Wert von 14 Mrd. Euro eingereicht.
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