NEM Foundation öffnet Niederlassung im Wiener Institute for Cryptoeconomics

Die hinter dem Blockchain-Netzwerk NEM und der gleichnamigen Kryptowährung stehende NEM Foundation ist jetzt auch mit einer Niederlassung in der österreichischen Hauptstadt Wien vertreten, meldete Trendingtopics heute, am 11. April.

Mit dem neuen Büro in Wien erweitert die NEM Foundation seine Liste an Standorten um ein weiteres europäisches Büro. Niederlassungen gibt es bereits in Barcelona, Antwerpen und Vilnius. Das Wiener Office wird im dortigen Institute for Future Cryptoeconomics RIAT angesiedelt und besteht zunächst aus einem dreiköpfigen Team, welches die Implementierung der NEM-Blockchain in Unternehmen und regierungsnahe Institutionen vorantreiben soll.

Paul Rieger wird als Head of Business Development Europe in Wien durch den Solutions Manager István Deák und den Praktikanten Kevin van Heck sowie durch den aus Berlin zuarbeitenden Julian Richter unterstützt.

Als eine Art Peer-to-Peer-Netzwerk auf Basis einer unabhängigen und neu programmierbaren Blockchain will NEM es Unternehmen, Behörden und anderen Einrichtungen ermöglichen, eigene Blockchain-Anwendungen zu bauen. Helfen sollen dabei eine besonders schnelle Blockgenerierung, zusätzliche Funktionen wie native Schnittstellen, welche eine Integration in bestehende IT-Systeme ermöglichen sollen, sowie Einfachheit bei der Entwicklung. Anders als bei Ethereum erfordert die NEM-Plattform nicht das Erlernen neuer Programmiersprachen.

In Österreich hat die NEM Foundation vor allem die verarbeitende Industrie und deren Zulieferer im Blick, welche mit NEM Transaktionsketten und Liefervorgänge transparent abbilden können. Während die NEM Foundation bislang vor allem im südostasiatischen Raum aktiv war, verschiebe sich "das Gros der Aktivitäten langsam, aber stetig, nach Europa", teilte Head of Business Development Europe Paul Rieger Trendingtopics mit.

"Unser Kontinent wird bis Mitte 2019 der weltweit stärkste Markt werden. Europa hat einige Vorteile, die langsam zum Tragen kommen. Die Unternehmen sind in vielen der einzelnen Staaten aktiv und Verträge lassen sich über die Grenzen hinweg abschließen. Außerdem leben wir in einem einheitlich geregelten juristischen Raum. Im Gegensatz zu Südostasien herrschen hier relativ klare Rahmenbedingungen".

NEM hatte jüngst vor allem durch den Diebstahl der von der NEM Foundation in Umlauf gebrachten NEM-Coins bei der japanischen Kryptowährungsbörse Coincheck im Wert von 430 Mio. Euro von sich Reden gemacht. Hacker hatten sich im Januar unerlaubt Zugriff verschafft und die gestohlenen NEM-Coins auf verschiedene Adressen verschoben. Einen Monat später wurden die gestohlenen Coins von Coincheck in Kanada und Japan aufgespürt. Anfang März hatte Coincheck damit begonnen, den betroffenen Nutzern Geld zurückzuerstatten.