Microsoft und Ardents präsentieren neues Blockchain-basiertes Lieferkettensystem

Microsoft hat eine Partnerschaft mit Ardents, einem Anbieter von Supply-Tracking-Lösungen, geschlossen, um eine neue Produkt-Tracking-Plattform mit Blockchain-Technologie und künstlicher Intelligenz zu entwickeln, berichtete Food Engineering am 14. Juni.

Die neue Blockchain-Lösung mit dem Namen Ardents NovaTrack wurde auf der Viva Tech 2018 in Paris vorgestellt. Das System bietet eine durchgängige Rückverfolgbarkeit und Transparenz vom Ursprung aus entlang der gesamten Lieferkette, so dass Benutzer einzelne Produktelemente in einem Fall verfolgen können. Das Produkt wurde ursprünglich für die pharmazeutische Industrie entwickelt, um den Vertrieb betrügerischer Kopien von Medikamenten zu bekämpfen, aber die Entwickler zielen auf andere hochwertige Industrien ab.

Ardents NovaTrack wendet solche Technologien wie Blockchain-, AI-, IoT- und Serialisierungsfunktionen an, wobei AI von Microsoft Learning und Business Intelligence bereitgestellt wird. Christophe Devins, Gründer und CEO von Adents, kommentierte die Zusammenarbeit:

"Unsere Allianz mit Microsoft zur gemeinsamen Entwicklung von Adents NovaTrack wird bahnbrechende Blockchain-basierte Einheitenidentifikation für verschiedene Branchen auf der ganzen Welt bieten. Unsere tiefgehenden Wurzeln und Erfolge bei der Serialisierung und Rückverfolgbarkeit, die durch die Microsoft Azure Cloud-Technologie verbessert werden, bieten unseren Kunden vollständige Transparenz entlang ihrer Lieferketten und sichern die Authentizität der Produkte für die Endbenutzer."

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind schätzungsweise 10 Prozent der weltweit verkauften pharmazeutischen Produkte und 2,5 Prozent der weltweiten Importe gefälscht. Im letzten Monat enthüllte Scientist.com, eine in den USA ansässige Plattform für Biowissenschaften, eine neue Blockchain-Plattform, die pharmazeutische Daten verfolgen und schützen soll. Im Rahmen des Projekts soll die Blockchain-Technologie die gesamte Lieferkette verifizieren und validieren.

Im April gab das US-Einzelhandelsunternehmen Walmart bekannt, dass es bereit sei, Blockchain in seinem Geschäft mit lebenden Lebensmitteln zu verwenden. Das Unternehmen sucht nach Lieferanten, die Lebensmittel auf eine Blockchain setzen, von der sie behaupten, dass sie Abfall reduzieren und das Kontaminationsmanagement und die Transparenz verbessern.

Der Schweizer Flughafen-Bodenabfertiger und Cargo-Konzern Swissport hat seine Pläne bekannt gegeben, ein Blockchain-Pilotprogramm für sein Frachtabfertigungsgeschäft zu starten, mit dem Ziel, eine Open-Source-Plattform für Lieferkettenpartner zu entwickeln.