Neues Überweisungssystem: Krypto-Volatilität bei internationalen Zahlungen mindern

Ein japanisches Fintech-Unternehmen hat ein System vorgestellt, das die Kursvolatilität reduzieren soll, die während der Übermittlung von Kryptowährungen auftritt.

Atom Solutions sagt, dass die Möglichkeiten für ausländische Arbeitnehmer, die Auslandsüberweisungen vornehmen müssen, derzeit nicht optimal seien. Es können hohe Kosten entstehen, wenn sie Transaktionen über eine traditionelle Bank durchführen wollen. Doch bei der Verwendung von Krypto entsteht ein ganz anderes großes Problem. Aufgrund der wilden Schwankungen auf dem Marktplatz - von Bitcoin und Ethereum bis hin zu weniger bekannten Altcoins - kann der Wert einer Überweisung in kurzer Zeit dramatisch sinken. Das bedeutet, dass die Fiatwährung, die für eine Überweisung in Krypto konvertiert wird, viel weniger wert sein kann, wenn sie am anderen Ende wieder in Fiatwährung umgewandelt wird.

Deshalb hat das Unternehmen das Equivalent Value Overseas Remittance System (Auslandsüberweisungssystem mit gleichbleibendem Wert) entwickelt, das kurz EVOR genannt wird. Atom Solutions ist überzeugt, dass dieses Produkt das Potenzial habe, jahrzehntelange Mängel in dieser Branche zu beheben, bei der es um hohe Werte geht.

Nehmen wir beispielsweise an, dass jemand in Japan Geld an einen Verwandten auf den Philippinen schicken will. Die Wallet des Unternehmens, die mehrere Währungen umfasst, ermöglicht es der zahlenden Person, Krypto in japanischen Yen zu kaufen, bevor sie den Betrag auf die Wallet ihres Verwandten auf den Philippinen überträgt. Diese kommt dann in der lokalen Fiat-Währung an und trägt dazu bei, die Kosten zu senken, indem sie die mit Devisen verbundenen Risiken mindert.

Die Geschwindigkeit, mit der diese Transaktion stattfindet, ist ein entscheidender Faktor, um den Wert einer Überweisung zu erhalten. Atom Solutions sagt, dass ein weiterer Vorteil sei, dass EVOR in Hinblick auf die Gebühren "die niedrigsten Kosten der Welt" biete.

Eine Reihe von Finanzdienstleistungen

Atom Solutions erklärt, dass sie eine Reihe von Finanzdienstleistungen anbieten wolle, die über die Überweisungen hinausgehen. Ziel dabei ist es stets, Krypto für den täglichen Gebrauch praktischer zu machen.

Das Unternehmen hat einen neuen digitalen Vermögenswert namens Eternal Coin (XEC) geschaffen. Die Plattform soll nicht nur eine entscheidende Rolle im Überweisungsprozess spielen, sondern es ihrer Community auch ermöglichen, XEC an andere Nutzer über Peer-to-Peer zu verleihen. Damit gäbe es die Möglichkeit, Zinsen auf diese Kredite zu erhalten, indem sie einen Anteil an den Transaktionsgebühren erhalten, die der Kreditnehmer zahlt.

Atom Solutions sagt, dass sein Konzept insgesamt etwas sei, das weltweit noch nie für Überweisungen umgesetzt worden sei. Das Unternehmen hofft, dass seine Produkte, in Kombination mit der Wallet, die mehrere Währungen umfasst, und dem offiziellen Umtauschsystem, dazu beitragen werden, die Branche zu verbessern.

Überweisungen verzeichnen Anstieg

Daten der Weltbank über Überweisungen an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen vermitteln ein Bild davon, warum Reformen notwendig sind. Die unabhängige Gruppe sagte kürzlich, dass Überweisungen im Jahr 2017 ein Rekordhoch erreichten. Es gab einen Anstieg um 8,5 Prozent auf umgerechnet 408 Mrd. Euro über einen Zeitraum von 12 Monaten. Wenn man das Geld, das in Länder mit hohem Einkommen fließt, mit einbezieht, steigt diese Zahl sogar auf rund 537 Mrd. Euro, ein Anstieg um 7 Prozent. In Bezug auf Gebiete, in die die meisten Überweisungen geschickt wurden, waren Indien, China, die Philippinen, Mexiko, Nigeria und Ägypten die Spitzenreiter.

Die Zahl der Überweisungen sind 2018 weiter gestiegen, so die Weltbank. Da diese Geldbeträge oft lebensentscheidend für die Empfänger sind, hofft Atom Solutions, dass das Konzept dazu beitragen wird, mehr von diesem Geld zu haben, ohne Geld aufgrund von außerordentlichen Gebühren zu verlieren.

Atom Solutions hat seinen Sitz in Tokio und das Equivalent Value Overseas Remittance System soll Anfang März 2019 eingeführt werden. Die Benutzer werden nun eingeladen, den EVOR-Simulator vor der offiziellen Inbetriebnahme des Dienstes auszuprobieren.

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