OFFIZIELL: Kein Handelsverbot für Kryptowährungen in Südkorea durch Regierung

Das Blaue Haus, das Büro und der offizielle Wohnsitz des Präsidenten von Südkorea, hat bekanntgegeben, dass es kurzfristig kein Handelsverbot für Kryptowährungen geben wird.

Kein Verbot, nur noch FUD

Diese Mitteilung durch einen südkoreanischen Regierungsmitarbeiter wurde nach massiver Gegenreaktion und Kritik gegen das Justizministerium bekanntgegeben, das eigenständig seine Absicht angekündigt hatte, den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. Das Ministerium tat dies ohne die Zustimmung des Strategie- und Finanzministeriums und anderer Regierungsbehörden, die in der südkoreanischen Sondereinheit für die Regulierung von Kryptowährung beteiligt sind.

Laut dem Blauen Haus haben mehr als 60.000 Bürger in einer Petition für die Entlassung des Justizministers Park Sang-ki gestimmt, der heute bereits, am 11. Januar, eine vorzeitige Stellungnahme veröffentlicht hatte, in der es hieß, dass die Regierung eine Regelung einführen wird, die den Handel mit Kryptowährungen unterbindet.

Fast zeitgleich nach der Veröffentlichung dieser Stellungnahme durch Minister Park, hat das Strategie- und Finanzministerium betont, dass es die Entscheidung des Justizministeriums weder unterstütze noch mit dieser einverstanden sei, den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten. Außerdem hieß es, dass das Strategie- und Finanzministerium erst durch Medienberichte von der Stellungnahme von Minister Park erfahren habe und die Entscheidung, den Handel mit Kryptowährungen zu verbieten, sei nicht mit der Sondereinheit abgesprochen gewesen.

Im Jahr 2016 ist der ehemalige Präsident von Südkorea Park Geun-hye, der zurzeit wegen des Vorwurfs der Geldwäsche und Korruption im Gefängnis sitzt, von Landsleuten, die ihre Ablehnung gegenüber dem ehemaligen Präsidenten sehr deutlich gemacht haben, des Amtes enthoben worden . Millionen von südkoreanischen Bürgern gingen auf die Straße und umstellten das Blaue Haus, bis das Gericht das Amtsenthebungsverfahren schließlich durchführte.

Seitdem ist die Stimme des südkoreanischen Volkes lauter geworden und die neue Regierung, die vom amtierenden Präsidenten Moon Jae-in angeführt wird, hat gelobt, auf die Bürger zu hören.

In Anbetracht der vergangenen Ereignisse und der Bekanntgabe der Regierung, dass der Handel mit Kryptowährungen kurzfristig nicht verboten wird, ist es wahrscheinlich, dass die Regierung Südkoreas sich um eine Regulierung und Förderung des lokalen Kryptowährungsmarktes bemühen wird.

Verbot auch auf lange Sicht unwahrscheinlich

Zuvor hatte ein Sprecher der südkoreanischen Sondereinheit für Kryptowährungen gesagt, dass das Land den Richtlinien folgen wird, die sich auch in großen Regionen wie Japan und den USA etabliert haben. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, selbst auf lange Sicht, dass es ein Handelsverbot für Kryptowährungen geben wird. Der Sprecher sagte:

"Die Regierung Südkoreas hat keine andere Wahl, als dem regulatorischen Rahmen und den Entwicklungen zu folgen, die sich bei anderen führenden Regierungen durchgesetzt haben. Kryptowährungen haben sicherlich wohl einen schlechten Ruf. Aber die Regierung vertritt den Standpunkt, dass man erlauben soll, was erlaubt sein muss, was auch dem südkoreanischen Markt zugutekommt.