Die weltweite Ölbranche könnte bis zu 30% ihrer Kosten einsparen, wenn sie die Blockchain-Technologie in ihre Ablaufprozesse einbindet. Dies behauptet zumindest der Geschäftsführer des Blockchain-Startups Data Gumbo.

Andrew Bruce, der Geschäftsführer der Blockchain-basierten Verwaltungslösung Data Gumbo, machte die entsprechenden Äußerungen am 19. Juli in der Sendung Bloomberg Commodities Edge. Hier besprach er spezielle die Abwicklungen von Verträgen in der Ölbranche, für die sein Unternehmen eine entsprechende Plattform entwickelt hat.  

Auf die Frage, wie groß die potenzielle Ersparnis für die Ölbranche sein könnte, wenn Verträge automatisiert über eine Blockchain abgewickelt werden, antwortete Bruce, dass allein die Reduzierung von „Papierkram“ dazu führen könnte, dass bis zu 30% der gesamten Kosten wegfallen. Dies sollen zumindest interne Studien des Startups ergeben haben. Laut Gumbo Data hatte die Ölbranche 2017 einen Wert von 2,6 Billionen US-Dollar.

Im Mai 2019 konnte Data Gumbo 6 Mio. US-Dollar Investitionskapital von den Ölkonzernen Equinor und Saudi Aramco einsammeln. Damit kommt das Unternehmen nun auf insgesamt 9,3 Mio. US-Dollar Investitionskapital, das hauptsächlich für die Entwicklung der eigenen Plattform aufgewendet werden soll. Die beiden oben genannten Investoren sind gleichsam die ersten prominenten Nutzer der Blockchain-Lösung, wodurch eine Sogwirkung erzielt werden soll, die nach und nach auf die ganze Branche übergreift. Wie der Geschäftsführer erklärt, ist dieses Geschäftsmodell ähnlich einem Sozialen Netzwerk.

Steve Wozniak, ein ehemaliger Mitgründer von Apple, hat unterdessen in das Blockchain-Startup Efforce investiert, das die Technologie nutzen will, um Einsparungen beim Stromverbrauch zu erzielen.

Der Tabakkonzern Philip Morris schätzt seine zukünftigen Einsparungen durch Blockchain derweil auf 20 Mio. US-Dollar.

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