OKEx in Davos: Blockchain kann eine Brücke zu den „Bankenlosen“ schlagen

Die große Kryptobörse OKEx nimmt am diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos Teil und wirbt dort für die Blockchain-Technologie als treibende Kraft für eine grundlegende Veränderung am globalen Finanzsystem.

In zwei Präsentationen, die der OKEx Finanzmarktleiter Lennix Lai am 22. Januar auf dem Weltwirtschaftsforum abgehalten hat, schilderte er die Herausforderung, Finanzdienstleistungen auf die knapp 2 Mrd. Menschen weltweit auszudehnen, die momentan noch „bankenlos“ sind.

Vorteile für alle Beteiligten

Im Rahmen seiner Präsentationen argumentierte Lai, dass ein digitales, dezentralisiertes Finanzsystem, das auf Blockchain und Kryptowährungen basiert, sowohl für das bestehende Finanzsystem als auch für die restliche „bankenlose“ Weltbevölkerung großen Nutzen birgt.

Die Innovation des „Dezentralisierten Finanzwesens“ (DeFi) kann die Betriebskosten für Finanzinstitute „beträchtlich verringern“, wie Lai erklärt. Gleichsam kann dadurch die finanzielle Inklusion in Gebiete vorangetrieben werden, in die das traditionelle Bankenwesen nicht reicht. So meint Lai:

„Wir stellen mehr und mehr den Zuspruch von den weltweiten Regierungen fest […] Außerdem geht die Volatilität von Bitcoin immer weiter zurück, was es zu einem sinnvollen alternativen Finanzprodukt für die breite Masse macht. Der jüngste Anstieg der DeFi-Nutzerzahlen zeigt darüber hinaus, dass die Menschen sich mehr und mehr für ein freies, dezentralisiertes Finanzsystem öffnen.“

Steht der Wandel bevor?

Wie zuvor berichtet, ist das diesjährige Motto des Weltwirtschaftsforums: „Stakeholder für eine gemeinsame und nachhaltige Welt“. Einige Stimme vermuten, dass dieses Motto als Antwort auf die zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerungen mit wirtschaftlicher Ungerechtigkeit und ungleicher Machtverteilung im Finanzsystem gedacht ist.

Riccardo Spagni, ein ehemaliger leitender Mitarbeiter bei der Kryptowährung Monero, sieht im Vergleich zum letzten Weltwirtschaftsforum jedoch immer noch „dieselben alten Gesichter“ aus Politik und Hochfinanz. Im Interview mit Cointelegraph führte Spagni, auch bekannt als Fluffypony, des Weiteren aus:

„Ich glaube, dass wir ihnen mit den Blockchain-Veranstaltungen in Davos mittlerweile vor Augen führen, dass sie abgehängt werden, falls sie sich nicht für den Wandel öffnen.“