OpenAI und Microsoft sind mit einer weiteren Klage wegen Urheberrechtsverletzung konfrontiert worden. Die Sachbuchautoren Nicholas Basbanes und Nicholas Gage haben die beiden Unternehmen verklagt und behaupten, die Beklagten hätten ihre urheberrechtlich geschützten Werke unerlaubt für ihre KI-Systeme genutzt.
Die Klage, die am Freitag, dem 5. Januar, bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereicht wurde, folgt eine Woche, nachdem die New York Times Microsoft und OpenAI in einer ähnlichen Klage wegen Urheberrechtsverletzung verklagt hat, in der behauptet wird, die Unternehmen hätten die Inhalte der einflussreichen Zeitung zum Training von KI-Chatbots verwendet.
Die jüngste Klage folgt auf das Eingeständnis von OpenAI, dass die Inhaber von Urheberrechten, darunter auch die Kläger, für die Nutzung ihrer Werke entschädigt werden sollten. Die Klage der NYT zielt auf Schadenersatz in Milliardenhöhe ab.
Der Klage von Basbanes und Gage zufolge wird für jede Urheberrechtsverletzung ein Schadenersatz von bis zu 150.000 US-Dollar gefordert.
In einem Artikel über die Klage gegen OpenAI und Microsoft erklärte die NYT wiederum: „Wir respektieren die Rechte der Urheber und Eigentümer von Inhalten und verpflichten uns, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie von der KI-Technologie und neuen Monetarisierungsmodellen profitieren.“
Im September schloss sich eine in New York ansässige Gewerkschaft für Schriftsteller unter der Leitung der Authors Guild, zu der George R.R. Martin, John Grisham, Jodi Picoult, George Saunders und Jonathan Franzen gehören, einer geplanten Sammelklage gegen OpenAI an.
Ein weiterer Autor, Julian Sancton, verklagt OpenAI und Microsoft ebenfalls, weil die Firmen angeblich ebenfalls dessen Werke ohne Genehmigung zum Trainieren von KI-Modellen verwenden.
Der Hersteller des beliebten Chatbots ChatGPT sieht sich in Kalifornien derweil mit noch einer anderen Sammelklage konfrontiert, weil er angeblich private Nutzerdaten aus dem Internet abgreift. Die Anwaltskanzlei Clarkson hat die Klage am 28. Juni 2023 beim United States District Court for the Northern District of California eingereicht.
In der Klage geht es darum, dass OpenAI ChatGPT anhand von Daten trainiert hat, die aus Millionen von Kommentaren in sozialen Medien, Blogbeiträgen, Wikipedia-Artikeln und Familienrezepten ohne die Zustimmung der jeweiligen Nutzer gesammelt wurden.
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