Opera Browser spricht über Krypto-Raub, baut Anti-Krypto-Mining-Funktion auf mobilen Browsern ein

Der Webbrowser Opera, der seit Dezember eine Anti-Krypto-Mining-Funktion in seinem in seinem intergrierten Adblocker für Desktop-PCs eingebaut hat, gab heute, 22. Januar, bekannt, dass diese Funktion auch in den mobilen Browser eingebaut werden soll.

Krypto-Raub ist ein Prozess bei dem ein Computer oder Smartphone gehackt wird, um aus der Entfernung Kryptowährung zu schürfen, ohne dass der Besitzer etwas davon weiß. Das verbraucht viel vom Akku und kann das jeweilige Gerät sehr verlangsamen.

Der Vizepräsident für das Produktmarketing bei Opera Jan Standal hat den Prozess des Krypto-Raubs in der Pressemitteilung des Unternehmens für seine Anti-Mining-Software beschrieben:

"Wenn man durch das Netz surft, gibt es keine visuellen Hinweise darauf, dass ihr Gerät Opfer von Mining geworden ist [...] Eine einzige Webseite, die man besucht, kann die Akkulaufzeit um bis zu 4,5 Stunden verkürzen, wenn dieser Tab offen gelassen wird. Oft ist es so, dass das genau das Bisschen Akku ist, das man braucht, um ein Taxi zu rufen oder um mit einer Karte den Heimweg zu finden.

Die Pressemitteilung enthielt einen Link zu einer Seite, die einem zeigt, ob das eigene Gerät von Krypto-Raub betroffen ist: https://cryptojackingtest.com/.

Im September 2017 hat The Pirate Bay zugegeben, dass die Rechenleistung der Prozessoren der Nutzer zum Mining ohne deren Wissen genutzt wurde. Im gleichen Monat wurde auch Showtime dabei ertappt, die Geräte seiner Besucher zum Mining zu verwenden, was sie als Weg, um an Adblockern vorbeizukommen, darstellten.

Sowohl The Pirate Bay als auch Showtime haben Monero über Coinhive gemined. Das ist ein Script für das Mining, das als Alternative für Werbung beworben wird.