World Bee Project will Blockchain zur ökologischen Überwachung der Honigproduktion nutzen

Der Technologiekonzern Oracle und die Nichtregierungsorganisation (NGO) World Bee Project wollen zusammen ein Blockchain-System zur Überwachung der Lieferketten in der Honigproduktion entwickeln. Dies geht am 5. Juli aus einem Bericht von Ledger Insights hervor.

Das System zum Tracking von Honigprodukten soll auf der bestehenden Oracle Blockchain-Plattform basieren. Erklärtes Ziel ist es, ein Gütesiegel namens „BeeMark“ zu initiieren, das nachweisen soll, dass der jeweilige Honig aus ökologischem Anbau stammt und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit produziert worden ist.   

Neben der Blockchain-Technologie sollen für die BeeMark auch technische Sensoren eingesetzt werden, die die Umweltbedingungen der Bienenstämme erfassen. Selbst innerhalb von Bienennestern sollen Sensoren installiert werden, um das Verhalten und den Gesundheitszustand der Insekten überprüfen zu können.

Oracle und das WBP hatten zuvor schon gemeinsam an einer Blockchain-Lösung gearbeitet, die die Echtheit von Honig garantieren soll. Das entsprechende System gleicht dazu Herstellungsdaten, die auf der Oracle Blockchain eingespielt werden, mit dem fortlaufenden Zustand der Produkte entlang der Lieferkette ab, um Abweichungen kenntlich machen zu können.

Allerdings will das neue Projekt nicht nur die üblichen Vorteile des Lebensmittel-Trackings erzielen, sondern hat sich gleichsam zur Aufgabe gemacht, den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation zu erforschen. In diesem Zusammenhang weist der Projektentwurf explizit darauf hin, welche Risiken dadurch für die gesamte Landwirtschaft entstehen.   

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hat, hat sich der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé seinerseits mit der Blockchain-Plattform OpenSC zusammengetan, um die eigene Supply Chain nachverfolgen zu können. Im April hatte Nestlé zuvor eine Kooperation mit IBM ins Leben gerufen, die ebenfalls das Tracking von Lebensmitteln zur Aufgabe hat.

Unterdessen ist Walmart China eine Partnerschaft mit VeChain eingegangen, um die eigenen Produkte über die Thor Blockchain nachzuverfolgen. Laut VeChain soll bald schon ein Großteil der Produkte von Walmart China über die Blockchain laufen. Dahingehend heißt es:

„Es ist davon auszugehen, dass das getracktes Frischfleisch bis zu 50% aller Fleischverkäufe ausmacht, während getracktes Gemüse ca. 40% der gesamten Gemüseverkäufe ausmachen wird, wohingegen getrackte Meeresfrüchte ungefähr 12,5% der entsprechenden Verkäufe ausmachen werden.“