Pompliano: „Anleger wollen eine Währung, die nicht kontrolliert werden kann“

Der Krypto-Fürsprecher Anthony Pompliano ist davon überzeugt, dass in der Zukunft kein Wettbewerb zwischen digitalen und nicht-digitalen Währungen entstehen wird, sondern dass vielmehr ein Wettbewerb der Geldpolitiken entsteht.

Die entsprechenden Kommentare machte Pompliano am 27. September gegenüber dem Fernsehsender CNBC. In diesem Zusammenhang geht er davon aus, dass sich die Menschen zunehmend für Bitcoin entscheiden werden, da die marktführende Kryptowährung nicht unter der Kontrolle von Politik und Regierungen steht.

US-Regierung utner Zugzwang?

Im Interview wurde Pompliano zunächst gefragt, wie Bitcoin seinen Status als Wertaufbewahrungsmittel in der Zukunft aufrechterhalten kann, wenn auch andere Währungen digitalisiert werden.

Darauf antwortete der Krypto-Fürsprecher mit einer Aufforderung an die amerikanische Regierung, den US-Dollar möglichst schnell zu tokenisieren, da China und einige andere Länder bereits drauf und dran sind, eine eigene Digitalwährung einzuführen.

Sollte der chinesische Yuan beispielsweise bald in digitaler Form verfügbar sein, dann würde es für Anleger auf der ganzen Welt umso leichter werden, die chinesische Währung zu kaufen, wodurch der US-Dollar unweigerlich an Macht einbüßen würde.

Der große Vorteil von Bitcoin

Damit war allerdings noch nicht die ursprüngliche Frage beantwortet, weshalb Anleger auf Bitcoin ausweichen sollten, statt eine digitalisierte Landeswährung zu nutzen. Dem entgegnete Pompliano, dass es ein Bedürfnis gäbe, eine Währung zu besitzen, die nicht manipuliert, zensiert oder konfisziert werden kann.

Obwohl die Notwendigkeit dafür noch nicht vollends ausgeprägt ist, ist sich der Experte sicher, dass sich die Menschen früher oder später für eine Währung (Bitcoin) entscheiden werden, die „nicht von der Regierung kontrolliert werden kann.“

Anthony Pompliano, einer der Mitgründer der Vermögensverwaltung Morgan Creek Digital, ist als einer der heftigsten Bitcoin-Fürsprecher bekannt, so hatte er zuletzt gar vorgeschlagen, dass Satoshi Nakamoto, der vermeintliche Schöpfer von Bitcoin, einen Friedensnobelpreis gewinnen sollte.