Pompliano: Satoshi verdient einen Friedensnobelpreis für Bitcoin

Der US-amerikanische Investor und Mitbegründer von Morgan Creek Digital Assets Anthony Pompliano hat erklärt , dass Satoshi Nakamoto den Friedensnobelpreis für die Erfindung von Bitcoin verdient hätte.

In einem Tweet vom 3. September schrieb Pompliano:

"Satoshi hätte den Friedensnobelpreis verdient. Wir haben endlich eine Währung, die den Status einer globalen Zentralbank haben kann, ohne dass jemand Gewalt anwenden muss."

Und der Preis geht an...

Dieser Vorschlag von Pompliano hat nur einen Haken, nämlich Nakamotos inzwischen legendäres Verschwinden gegen Ende des Jahres 2010. Dieses hat fast ebenso viel Spekulation und Interesse geweckt, wie die Kryptowährung selbst, die der unbekannte Nutzer oder die unbekannten Nutzer am 31. Oktober 2008 mit der Veröffentlichung des Bitcoin-Whitepapers erfunden haben. 

Pomplianos Kommentar spielt auf die Überzeugung vieler Kryptowährungsenthusiasten an, dass nationale Fiatwährungen im Wesentlichen an "Gewalt gekoppelt" seien.  Diese Hegemonie habe eine Vergangenheit, die mit Zwang, zentralisierter Kontrolle der Umlaufmenge und Machtmonopolen gepflastert sei. .

Im 3. Jahrhundert hatte der chinesische Kaiser Qin Shi Huang die Währungen verschiedener Kriegsstaaten vereinheitlicht und die erste einheitliche Währung für das Reich, den bàn liÇŽng geschaffen

Nach dem Zweiten Weltkrieg verwandelte sich der Dollar mit dem Aufstieg Amerikas zur Supermacht der Weltwirtschaft in eine globale Reservewährung. Das bewies zum einen die wirtschaftliche Dominanz des Landes und zum anderen, dass er ein Instrument ist, um dessen Einfluss und Schlagkraft zu festigen.

Fiatwährungen in unsicheren Zeiten

Im 21. Jahrhundert haben wir nun die nationalen Fiatwährungen und das Notenbankensystem, die den zunehmenden geopolitischen Schocks auf der ganzen Welt trotzen.

Wie berichtet wurde, hat Argentinien nun die Kapitalverkehrskontrolle wieder eingeführt, was die Freiheit der Bürger und Unternehmen beim Devisenkauf einschränkt. Das südamerikanische Land sah sich zu dem Schritt gezwungen, da der argentinische Peso (ARS) gegenüber großen Fiatwährungen wie dem US-Dollar überwältigende Verluste erleidet.

Mit der Erfindung von dezentralen Kryptowährungen im letzten Jahrzehnt - sowie Berichten, dass Technologieriesen wie Facebook nun versuchen, diese Technologie zur Einführung eigener digitaler Währungsnetzwerke zu nutzen - stehen die Währungen und die traditionelle Geldpolitik vor wohl noch nie dagewesenen Herausforderungen.

Inmitten der Turbulenzen durch den langwierigen Handelskrieges zwischen den USA und China erklärte der Direktor der Volksbank von China kürzlich, dass sich China aufgrund der potenziell übermächtigen Rolle, die der US-Dollar zusammen mit Facebooks Libra einnehmen würden, gezwungen sehe, eine eigene digitale Währung herauszugeben. Er schrieb:

"Wenn die digitale Währung eng mit dem US-Dollar verbunden ist, könnte das zu einem Szenario führen, in dem souveräne Währungen mit digitalen Währungen koexistieren würden, die sich auf den US-Dollar stützen. Aber es gäbe im Wesentlichen einen Chef, nämlich den US-Dollar und die Vereinigten Staaten."