Philippinische Regulierungsbehörde: Entwurf für ICO-Regeln veröffentlicht

Die philippinische Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) hat eine Reihe von Entwürfen von Regeln für die Regulierung von Initial Coin Offerings (ICOs) zur öffentlichen Prüfung veröffentlicht, wie aus einer offiziellen Erklärung vom 2. August hervorgeht.

Im Rundschreiben der SEC legt die Behörde fest, dass jedes auf den Philippinen registrierte Unternehmen, das ein ICO betreiben möchte bzw. jedes ICO, das Token an Filipinos verkauft, der Kommission einen "Erstbewertungsantrag" vorlegen muss, um festzustellen, ob es sich bei dem Token um ein Wertpapier handelt oder nicht.

Die Aufsichtsbehörde schreibt vor, dass ICO-Emittenten ihren Antrag auf Erstbewertung mindestens 90 Tage vor dem "Beginn der Vorverkaufsphase" einreichen müssen. Die SEC gibt an, dass sie den Antrag innerhalb von 20 Tagen - mit einer möglichen Verlängerung auf bis zu 40 Tage - prüfen wird und einen schriftlichen Bericht darüber vorlegen wird, ob ein bestimmter ICO-Token als Wertpapier gilt oder nicht.

Die Behörde schlug außerdem vor, ICOs von der Registrierung bei der SEC auszunehmen, falls geplant ist, Token an nicht mehr als 20 Personen oder eine begrenzte Anzahl von institutionellen Investoren zu verteilen.

In der Einleitung des neuen Rundschreibens erläuterte die SEC, dass sie "Banken, Investmenthäuser, die Anlegeröffentlichkeit und andere interessierte Kreise" dazu aufruft, bis spätestens 31. August ein Feedback zu den vorgeschlagenen Regeln abzugeben.

Dem Rundschreiben zufolge soll der vorgeschlagene Regulierungsrahmen für ICOs betrügerische ICO-Projekte bekämpfen und Investoren vor Betrug schützen. Die philippinische SEC hat wiederholt vorgeschlagen, Kryptovermögenswerte nach den Wertpapiergesetzen des Landes zu regulieren. Erstmals machte sie diesen Vorschlag Ende 2017.

Anfang April schlug die philippinische SEC ebenfalls vor, Cloud-Mining-Verträge als Wertpapiere zu betrachten, da Investoren für Mining-Kapazität von Fern-Rechenzentren den Prozess über "Investmentverträge" abwickeln, die weiter gehandelt werden können.

Die philippinische Regierung hat in letzter eine positive Haltung zum Krypto-Raum eingenommen und Ende April in der Cagayan Economic Zone Authority (CEZA) ein Blockchain- und Fintech-Zentrum eingerichtet. In der Absicht, ein asiatisches "Silicon Valley" zu schaffen, haben die Behörden zehn Blockchain- und Kryptounternehmen den Betrieb in der Zone gestattet.

Im Juli erteilte die CEZA provisorische Lizenzen an drei Kryptowährungsbörsen in der Zone, die nach der Emission umgerechnet 2,58 Mio. Euro an Investitionen anziehen sollten.