Das Polymarket-Konto, das durch eine umstrittene und zeitlich gut abgestimmte Wette auf die Festnahme des damaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro etwa 400.000 Dollar einbrachte, ist auf der Plattform nicht mehr zugänglich.
Die Polymarket-Seite für das Konto „0x31a56e“, auf dem kurz vor Bekanntwerden der Nachricht von Maduros Festnahme durch das US-Militär und die Strafverfolgungsbehörden etwa 32.000 US-Dollar auf Maduros Absetzung als Präsident gesetzt worden waren, führt nun zu einem toten Link, wie Cointelegraph bestätigt hat.
Am Donnerstag um etwa 13:00 Uhr UTC zeigte die Seite die Fehlermeldung „Hoppla... da ist etwas schiefgelaufen“ an, während die Seiten anderer Nutzer weiterhin zugänglich waren.
Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis in der Krypto-Community über hochkarätige Wetten und ungewöhnliche Handelsaktivitäten auf Prognosemärkten.

Polymarket-Konto bucht über 400.000 US-Dollar aus
Das betreffende Polymarket-Konto hat laut den auf Wayback Machine verfügbaren Daten eine Reihe von miteinander verbundenen Wetten auf Polymarket platziert.
Neben der Wette auf Maduros Sturz platzierte der Nutzer auch Wetten darauf, dass sich bis zum 31. Januar US-Streitkräfte in Venezuela befinden würden, dass die USA bis zum 31. Januar in Venezuela „einmarschieren“ würden und dass US-Präsident Donald Trump bis zum 31. Januar „Kriegsbefugnisse“ gegen Venezuela geltend machen würde.

Die entsprechende Adresse des Kontos auf der Polygon-Blockchain erhielt am 3. Januar um 13:41 Uhr UTC etwa 436.700 US-Dollar in USDC von der Polymarket CTF Exchange. Einige Stunden später verließen um 23:54 Uhr UTC 437.800 US-Dollar in USDC die Adresse.
Prognosemärkte kämpfen gegen Insiderhandel
Polymarket reagierte nicht sofort auf die Anfrage von Cointelegraph, ob das Konto absichtlich deaktiviert worden war, ob es sich um einen Fehler der Plattform handelte oder ob der Nutzer sein Profil gelöscht hatte. Das Unternehmen hat bisher keine öffentliche Stellungnahme zu dieser Angelegenheit abgegeben.
Die Datenschutzerklärung von Polymarket besagt, dass Nutzer verlangen können, dass die Plattform alle personenbezogenen Daten, einschließlich Kopien und Sicherungskopien, löscht oder zurückgibt.
Wie bereits erwähnt, gibt es wachsende Bedenken hinsichtlich Insiderhandel und Transparenz in Prognosemärkten, sogar über die Krypto-Community hinaus.

Einige US-Gesetzgeber, darunter der Abgeordnete Ritchie Torres, haben sich deshalb bereits für Gesetze ausgesprochen, die darauf abzielen, Insiderhandel auf solchen Plattformen einzudämmen.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ein anderer Nutzer mit einem Konto, das angeblich eine Gewinnquote von 100 % aufweist, auf Polymarket eine Wette darauf platziert hat, dass die USA bis Ende Januar den Iran angreifen werden, was die Aufmerksamkeit der Branchenbeobachter auf Insideraktivitäten weiter verstärkt.

