Porsche testet Blockchain-Anwendungen im Auto

Der Sportwagenhersteller Porsche erprobt zusammen mit dem Berliner Start-up XAIN den Einsatz von Blockchain-Anwendungen in Fahrzeugen. Wie Porsche in einer Pressemitteilung am 22. Februar mitteilte, wird die neue Technik sowohl für Entsperrfunktionen als auch zur Datenerfassung getestet.

Die von Porsche untersuchten Anwendungsfälle reichen von der Ver- und Entriegelung des Fahrzeugs per App über zeitlich befristete Zugangsberechtigungen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen durch verschlüsseltes Datenlogging. Auch für die Verbesserung autonomer Fahrfunktionen sei ein Einsatz von Blockchain-Anwendungen denkbar, so Porsche.

Oliver Döring, Finanzstratege bei Porsche, sieht dabei ein enormes Potenzial in der Blockchain-Technik:

"Wir können damit Daten schneller und sicherer übertragen und unseren Kunden so in Zukunft noch mehr Komfort bieten, sei es beim Laden, Parken oder um Dritten, wie etwa einem Paketzusteller, temporären Zugang zum Fahrzeug zu gewährleisten. Wir übersetzen die innovative Technologie direkt in Kundennutzen", wird Döring im Pressetext zitiert.

Laut Porsche lässt sich beispielsweise der Prozess des Öffnens und Abschließens des Autos per App unter Einsatz von Blockchain-Features um bis zu sechsmal beschleunigen. Möglich werde das dadurch, dass der Wagen offline als Teil der Blockchain direkt mit der App über eine verschlüsselte Verbindung kommunizieren kann. Bisherige Ansätze erfordern bislang eine Online-Verbindung und den Abgleich mit auf Servern hinterlegten Daten.

Die Zusammenarbeit mit XAIN basiert auf dessen Gewinn des ersten „Porsche Innovation Contests“ zum Thema Blockchain im Sommer 2017. Anschließend entwickelten und testeten fachbereichsübergreifende Teams von Porsche gemeinsam mit XAIN Anwendungsfälle und brachten ein energieeffizientes Mining-Verfahren in einen Porsche-Panamera. Aktuell arbeitet das Unternehmen an zusätzlichen Anwendungsfällen, etwa auch in den Bereichen Laden und Parken.

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