Australien: Power Ledger testet Blockchain-Stromaustausch für ländliche Gebiete

Das australische Blockchain-Startup Power Ledger testet ihr System zur direkten Peer-to-Peer Übertragung (P2P) von Strom erstmals in ländlichen Gebieten.

Stromnutzung in ländlichen Gebieten könnte deutlich effizienter werden

Laut einem Blogeintrag vom 9. September hat Power Ledger mit ersten Tests in ländlichen Gebieten von Westaustralien begonnen. Hierdurch soll besonders abgelegenen Siedlungen und Bauernhöfen geholfen werden, ihre Energieeffizienz steigern und Kosten reduzieren zu können.

Konkret ermöglicht die Blockchain-Plattform von Power Ledger den Teilnehmern der Tests, aus ihrer überschüssigen Solarenergie wortwörtlich Kapital zu schlagen. Da es keinerlei gesetzliche Zuschüsse gibt, wenn Nutzer ihren überschüssigen Solarstrom zurück ins Netz einspeisen, bleibt diese Energie oftmals ungenutzt. Durch die Blockchain-Plattform von Power Ledger kann der direkte Energieaustausch zwischen zwei Parteien vollautomatisch verhandelt und abgewickelt werden. Dies bedeutet einerseits eine mögliche Einnahmequelle für die Stromproduzenten und andererseits günstigere Preise für die Stromverbraucher.

David Martin, der Leitende Direktor von Power Ledger, erklärt in diesem Zusammenhang, dass das momentane australische Stromnetz nur unter großem Aufwand Energie bis in ländliche Gebiete wie Wongan Hills oder Moora transferieren kann, was den direkten Austausch von Solarstrom nicht nur kosteneffizienter, sondern auch umweltfreundlicher macht als die gängige Methode.

Kostenersparnis könnte bedeutsam sein

Die Tests werden unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Verband Innovations Central Midlands und den Unternehmen BSC Solar, Sonnen und CleanTech Energy durchgeführt. Steve Mason, der Geschäftsführer der Innovations Central Midlands, gibt sich zuversichtlich, dass die Blockchain-Plattform das Potenzial hat Energie effizienter zu verteilen und damit für deutlich niedrigere Stromkosten zu sorgen.

Mitte August hatte Power Ledger bereits ein gemeinsames Testprojekt mit dem japanischen Stromanbieter Kansai Electric Power angeschoben, das ebenfalls die Blockchain-Plattform für den Austausch von Strom zum Einsatz bringt.