Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.
Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.
Es wurde zuletzt vermutet, dass der jüngste Aufschwung der Kryptomärkte durch ein gesteigertes Interesse der institutionellen Investoren ausgelöst wurde. Ein erhöhtes Handelsvolumen von Bitcoin-Futures und eine zunehmende Nachfrage nach Anteilen des Grayscale Bitcoin Trusts hatte diese Lesart zunächst vermeintlich auch bestätigt.
Changpeng Zhao, der Geschäftsführer der Kryptobörse Binance, hat in einem Interview mit Bloomberg nun allerdings entgegnet, dass das Interesse von Privatanleger und institutionellen Kunden gleichmäßig gewachsen sei. Dementsprechend zeichnen sich Privatanleger auf Binance weiterhin für fast 60% des Handelsvolumens verantwortlich, woran zu sehen ist, dass „die Anzahl der institutionellen Investoren 2019 nicht drastisch zugenommen hat“.
Der starke Gegenwind für Facebook Libra und die Krypto-Kritik von US-Präsident Trump haben wohl dafür gesorgt, dass die Bullen ihre Gewinne ausgebucht haben. Obwohl einige Altcoins schon wieder zurück auf ihre Jahrestiefstwerte abgefallen sind, kann sich Bitcoin weit darüber hinaus festigen. Dementsprechend bewerten wir den jüngsten Abschwung als gute Kaufgelegenheit. Ist die Zeit reif, um zuzuschlagen oder ist es besser, noch abzuwarten? Finden wir es heraus!
BTC/USD
Bitcoin ist am 14. Juli aus dem symmetrischen Dreieck abgerutscht, was ein schlechtes Zeichen ist. Das 20-Tage-EMA flacht langsam ab und der RSI befindet sich knapp unter 50, woran wir sehen, dass es zu einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kommt.
Das BTC/USD-Paar versucht, sich vom 50-Tage-SMA abzustoßen, allerdings werden die Bullen spätestens am 20-Tage-EMA wieder auf einen starken Widerstand treffen. Falls sie jedoch in der Lage sind, diesen zu knacken, ist ein Aufschwung bis zur Oberseite des Dreiecks möglich.
Sollte der Kurs nach unten abfallen und unter das 50-Tage-SMA abrutschen, dann könnte sich die Talfahrt bis 9.800 US-Dollar ziehen und falls auch diese Marke unterschritten wird, geht es abwärts bis zum Support von 7.451,63 US-Dollar. Da das Paar aber immer noch Stärke zeigt und über dem 50-Tage-SMA liegt, bleiben wir positiv gestimmt. Nichtsdestotrotz warten wir zunächst ab, ob es womöglich eine Trendwende gibt, ehe wir neue Long-Positionen empfehlen.
ETH/USD
Die Bullen haben es am 12. Juli nicht geschafft, Ether über das 50-Tage-SMA zu heben, weshalb der Kurs nun scharf nach unten abgefallen und unter den Support von 224,086 US-Dollar abgerutscht ist. Derzeit versucht die Digitalwährung, sich von der Aufwärtstrendlinie nach oben abzustoßen.
Die beiden Gleitenden Mittel stehen kurz vor einer negativen Überkreuzung, woran wir sehen, dass die Bären wieder am Drücker sind. Sollte der Kurs nun auch noch unter die Aufwärtstrendlinie abrutschen, könnte sich der Abschwung sogar bis auf 160 US-Dollar ziehen.
Falls die Bullen es aber schaffen, den Kurs über 224,086 US-Dollar zu halten, dann ist daran Kaufinteresse auf den niedrigeren Niveaus ersichtlich. Ein etwaiger Aufschwung würde sicher aber spätestens am 20-Tage-EMA einem starken Widerstand gegenübersehen. Wir warten zunächst ab, ob der Kurs über 224,086 US-Dollar klettern kann, ehe wir neue Long-Positionen empfehlen.
XRP/USD
Ripple gehört zu den Kryptowährungen, die derzeit am schlechtesten abschneiden. Sie konnte sich dem jüngsten Aufwärtstrend nicht anschließen und hat stattdessen stark verloren, als die Stimmung auf den Märkten wieder negativ geworden ist. Der nächste Support liegt nun bei 0,27795 US-Dollar, wobei der übernächste Support sogar schon das bisherige Jahrestief von 0,24508 US-Dollar ist.
Beide Gleitenden Mittel zeigen nach unten und der RSI befindet sich nahe dem überverkauften Bereich, woran wir sehen, dass die Bären die Oberhand haben. Falls die Talfahrt bis auf das Jahrestief geht, wäre dies ein sehr schlechtes Zeichen.
Allerdings gilt es festzuhalten, dass das XRP/USD-Paar seit Mitte Dezember nicht unter 0,27795 US-Dollar geschlossen hat. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass es in der Nähe dieses Supports wieder Nachfrage geben wird. Ein etwaiger Aufschwung würde aber am 20-Tage-EMA auf einen starken Widerstand, weshalb wir zunächst abwarten, bis es wieder größeres Kaufinteresse gibt, ehe wir Empfehlungen aussprechen.
LTC/USD
Litecoin ist auf dem aufsteigenden Kanal abgerutscht und versucht momentan, sich am Support von 83,65 US-Dollar zu festigen. Das 20-Tage-EMA zeigt nach unten und der RSI befindet sich im überverkauften Bereich, woran wir sehen, dass die Bären die Oberhand haben. Falls die Digitalwährung unter 83,65 US-Dollar fällt, könnte ein Absturz bis auf 66 US-Dollar ausgelöst werden.
Sollte das LTC/USD-Paar jedoch in der Lage sein, wieder zurück in den Kanal zu klettern, dann wäre dies ein positives Zeichen. Jeglicher Aufschwung trifft am 20-Tage-EMA jedoch auf einen Widerstand. Wir warten deshalb zunächst ab, ob sich der Kurs wieder im Kanal etablieren kann, ehe wir neue Trades empfehlen.
BCH/USD
Bitcoin Cash befindet sich im Abwärtstrend und liegt dementsprechend in einem absteigenden Kanal. Das 20-Tage-EMA zeigt nach unten und der RSI ist fast im überverkauften Bereich, woran wir sehen, dass die Bären am Drücker sind.
Die Bullen versuchen momentan, das BCH/USD-Paar im Kanal zu halten und falls dies gelingen sollte, kann sich der Kurs wieder bis zur Oberseite des Kanals aufschwingen. Ein Abrutschen aus dem Kanal würde den Trend allerdings vollständig ins Negative abdriften lassen. Sollte der Kurs unter den Kanal rutschen, liegt der nächste Support bei 227,70 US-Dollar, wird auch dieser unterschritten, geht die Talfahrt bis 166,98 US-Dollar weiter.
EOS/USD
ist am 14. Juli unter den ersten Support von 4,4930 US-Dollar gefallen, konnte sich aber wieder vom Support bei 3,8723 US-Dollar nach oben aufschwingen. Beide Gleitenden Mittel zeigen nach unten und der RSI ist in den überverkauften Bereich übergetreten, woran wir sehen, dass die Verkäufer im Vorteil sind.
Falls der Support bei 3,8723 US-Dollar keinen Halt bietet, könnte der Kurs bis auf 3 US-Dollar abrutschen. Sollte das EOS/USD-Paar allerdings in der Lage sein, hier neuen Schwung zu holen, dann könnte es zurück bis an das 20-Tage-EMA klettern, das nun als Widerstand wirkt. Wenn die 3,8723 US-Dollar Marke hält, empfehlen wir evtl. aktiv zu werden, aber bis dahin sehen wir die Kryptowährung zunächst neutral.
BNB/USD
Der Abschwung des Binance Coin (BNB) hat sich am 20-Tage-EMA verschlimmert und den wichtigen Support von 28,7168 US-Dollar unterschritten. Die Bullen versuchen momentan, die Aufwärtstrendlinie zu verteidigen. Die Gleitenden Mittel haben das erste Mal im Jahr 2019 eine negative Überkreuzung durchgeführt, was wohl auf einen bevorstehenden Abwärtstrend hindeutet.
Falls das BNB/USD-Paar die Aufwärtstrendlinie und den absteigenden Kanal unterschreitet, dann schlägt es vollständig ins Negative um, der nächste Support würde dann bei 18,30 US-Dollar liegen. Sollten die Bullen jedoch in der Lage sein, die Aufwärtstrendlinie zu festigen, dann wird sich das Paar vielleicht wieder bis zum Widerstand des absteigenden Kanals aufschwingen. Falls die Gleitenden Mittel durchbrochen werden können, wäre dies ein gutes Zeichen. Obwohl die Kryptowährung zu den stärksten Coins des jüngsten Aufschwungs gehört, wollen wir zunächst abwarten, ob der Aufwärtstrend wieder angekurbelt werden kann, ehe wir Trades empfehlen.
BSV/USD
Bitcoin SV (BSV) ist am 14. Juli aus dem absteigenden Kanal und unter den wichtigen Support von 134,360 US-Dollar abgerutscht. Wenn ein Kurs so leicht unter wichtige Support-Marken abrutscht, dann ist daran zu sehen, dass die Verkäufer ihre Positionen schnell loswerden wollen und dass die Käufer kein Interesse haben, einzusteigen. Dies ist ein schlechtes Zeichen.
Beide Gleitenden Mittel haben eine negative Überschneidung durchgeführt und der RSI liegt im überverkauften Bereich, woran wir sehen, dass die Bären im Vorteil sind.
Bei 100 US-Dollar gibt es einen leichten Support, der der psychologischen Bedeutung dieser Marke entspringt. Darunter liegt der nächste richtige Support wieder bei 93,680 US-Dollar, was dem 78,6% Fibonacci-Retracement des Aufschwungs entspricht. Falls diese beiden Supports unterschritten werden, könnte das BSV/USD-Paar bis auf 50,030 US-Dollar abfallen, was den Zugewinn des Aufschwungs vollständig wieder negieren würde. Jeder neue Aufwärtstrend trifft am 20-Tage-EMA auf einen Widerstand.
TRX/USD
Tron (TRX) ist am 14. Juli unter den Support des aufsteigenden Kanals gefallen, was ein schlechtes Zeichen ist, da dies seit November das erste Mal ist, dass der Kurs aus dem Kanal gerutscht ist. Das 20-Tage-EMA zeigt nach unten und der RSI ist bis an den überverkauften Bereich herangerückt, woran wir sehen, dass die Bären am Drücker sind.
Der nächste Support liegt bei 0,022 US-Dollar und falls dieser nicht hält, geht der Sturz wahrscheinlich bis auf 0,017 US-Dollar weiter. Wir gehen allerdings davon aus, dass die Bullen zunächst versuchen werden, den Kurs zurück in den Kanal zu heben und sollte dies gelingen, war der jüngste Abschwung lediglich eine „Bärenfalle“. Wenn der Kurs dann aber erneut aus dem Kanal abrutscht, wäre ein Abwärtstrend endgültig bestätigt. Wir warten deshalb die Entwicklung der nächsten paar Tage ab, ehe wir neue Trades empfehlen.
XLM/USD
Stellar (XLM) ist unter 0,085 US-Dollar abgefallen, konnte an der 0,080 US-Dollar Marke jedoch einen Support finden. Dementsprechend wir sie sich wohl in einer Preisspanne zwischen 0,08 -0,145 US-Dollar einpendeln. Beide Gleitenden Mittel zeigen nach unten und der RSI liegt im überverkauften Bereich, woran wir sehen, dass die Bären am Drücker sind.
Falls das XLM/USD-Paar unter 0,080 US-Dollar abfällt, wird es wohl zurück bis auf das vorherige Tief von 0,072545 US abrutschen. Ein solches Abrutschen auf das bisherige Jahrestief wäre ein sehr schlechtes Zeichen. Da der Support-Bereich von 0,080 – 0,085 US-Dollar bisher allerdings gehalten hat, gehen wir davon aus, dass die Bullen das Paar in der Preisspanne festigen können. Der Widerstand auf der Oberseite liegt am 20-Tage-EMA und falls diese durchbrochen werden kann, sind die Bullen wieder am Drücker. Wir empfehlen deshalb, zunächst abzuwarten, ob der Kurs vom Support aus Schwung holen und das 20-Tage-EMA überspringen kann, ehe wir den Kauf neuer Long-Positionen anraten.
Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.
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