Der Mitbegründer und Entwickler von Tornado Cash, Roman Storm, wird erst im April 2025 wegen Vorwürfen der Geldwäsche und Verstößen gegen geltende Sanktionen vor Gericht stehen.
In einer Telefonkonferenz am 1. November vor dem United States District Court for the Southern District of New York ordnete Richterin Katherine Polk Failla entsprechend an, dass Storms Prozess auf den 14. April 2025 vertagt wird. Das Anwaltsteam des Mitbegründers von Tornado Cash hatte die Abweisung der Anklage beantragt und behauptet, diese basiere allein darauf, dass er den Programmiercode für den Krypto-Mixer geschrieben habe.
Im Jahr 2023 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Storm und Tornado-Mitbegründer Roman Semenov wegen Verschwörung zur Geldwäsche, Verschwörung zu Sanktionsverstößen und Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransferdienstleisters. Die Anklageschrift löste bei vielen in der Kryptoindustrie Empörung aus.
Die Anklagen gegen Storm und Semenov erfolgten, nachdem die US-Sanktionsbehörde (Office of Foreign Assets Control) Tornado Cash im August 2022 auf seine Liste der „Specially Designated Nationals“ gesetzt hatte. Die Regierungsbehörde behauptete, der Mixer habe es „wiederholt versäumt, wirksame Kontrollen durchzuführen, um Nutzer daran zu hindern, Gelder für bösartige Cyber-Akteure zu waschen“.
Bei Redaktionsschluss befand sich Semenov nicht in US-Gewahrsam und stand auf der Liste der meistgesuchten Personen des FBI. Storm wurde nach seiner Verhaftung im Jahr 2023 gegen eine Kaution in Höhe von 2 Mio. US-Dollar freigelassen und bekannte sich in allen Anklagepunkten nicht schuldig.
In den Niederlanden verhafteten die Behörden 2022 bereits Alexey Pertsev, einen weiteren Mitbegründer von Tornado Cash,, wegen Geldwäscheverdachts. Er wurde im Mai 2024 für schuldig befunden und zu einer mehr als fünfjährigen Haftstrafe verurteilt.
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