Randi Zuckerberg im Beratungsausschuss der öffentlichen Huobi-Blockchain

Randi Zuckerberg, die ältere Schwester von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, ist dem Beratungsausschuss der Kryptowährungsbörse Huobi beigetreten, um Huobis neue öffentliche Blockchain zu entwickeln, so eine aktuelle Pressemitteilung. Zuckerberg, die über sechs Jahre bei Facebook gearbeitet hat, ist auch die Gründerin und CEO von Zuckerberg Media.

Laut der Ankündigung wurden Zuckerberg und der CEO des chinesischen Mining-Riesen Bitmain Jihan Wu in den Chain-Experten-Beratungsausschuss von Huobi einberufen, um ihre professionelle Meinung und Ratschläge für die öffentliche Huobi-Chain abzugeben.

Die Experten in diesem Ausschuss geben Ratschläge zu verschiedenen Themen. Von der Basistechnologie der Blockchain bis hin zu industriellen Anwendungen, kommerzieller Modellierung sowie zu Governance- und Entwicklungsfragen.

Huobi startete im Juni 2018 das Huobi Chain Project (HCP), um eine selbstregulierende und dezentrale Finanzplattform der nächsten Generation aufzubauen. In der Ankündigung damals hieß es, das Projekt ziele darauf ab, "sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen ein verlässliches Finanzprotokoll für den Werteaustausch, Kapitalbeschaffung, Verbriefung und mehr zur Verfügung zu stellen".

Huobi wurde 2013 gegründet und ist nach Handelsvolumen die viertgrößte Kryptobörse der Welt. Bis Redaktionsschluss hatte Huobi ein 24-Stunden-Handelsvolumen von etwa 497,7 Mio. Euro.

Facebook hat sich still in den Blockchain-Raum geschlichen. Im Mai hat das Unternehmen eine "kleine Gruppe" ins Leben gerufen, "um zu erforschen, wie man Blockchain auf Facebook am besten nutzen kann, wobei man ganz von Anfang an beginnt", wie der Leiter von der Facebook Messaging-App Messenger, David Marcus, in einem Post auf seiner persönlichen Seite mitteilte.

Später im Mai berichtete das Nachrichtenportal Cheddar, dass Facebook die Schaffung einer eigenen Kryptowährung zur Einführung eines virtuellen Coin in der Anwendung "erforscht". Die Informationen waren jedoch unbestätigt und stammen aus einer anonymen Quelle, "die mit den Plänen von Facebook vertraut ist".

Im Juni hat Facebook sein Krypto-Werbeverbot vom Januar rückgängig gemacht. Die neue Richtlinie sieht vor, dass Werbetreibende von Kryptowährungsprodukten und -Diensten einen Antrag einreichen müssen, damit Facebook beurteilt, ob diese gestattet werden können. Die Antragsteller müssen angeben "welche Lizenzen sie erhalten haben, ob sie an einer öffentlichen Börse gehandelt werden und andere relevante öffentliche Hintergrundinformationen über ihr Geschäft".