Gold hat eine größere Einwirkung auf Kunden als Krypto

Der Vermögensbericht 2018 von Knight Frank, einem globalen Beratungsunternehmen für Immobilien hat festgestellt, dass von allen Anlagegegenständen die Kryptowährungen am wenigsten auf seine Kunden eingewirkt haben. Damit liegen diese auf der Liste unter Gold.

Ein Diagramm aus der Knight Frank Stimmungsumfrage zeigt den Prozentsatz der Kunden, auf die nur bestimmte Vermögenswerte stärker eingewirkt haben. Auf diesem Diagramm liegen Kryptowährungen mit 21 Prozent unter Gold.

Kapitalkräftig

Eine Frage im Rahmen der Umfrage lautete: "Wie hat sich die Einwirkung der folgenden Investments auf ihre Kunden im Laufe der letzten zwölf Monate verändert?" Der globale Durchschnitt für die Einwirkung von Kryptowährungen beträgt 16 Prozent, während der globale Durchschnitt für Einwirkungen von Gold und Anleihen jeweils bei 15 Prozent und 6 Prozent und damit unter den Kryptowährungen liegen.

Obwohl Bitcoin (BTC) manchmal als "digitales Gold" bezeichnet wurde, sieht der Weltrat für Gold große Unterschiede zwischen den beiden Vermögenswerten. Diese sind einerseits, dass BTC einer niedrigere "tägliche Liquidität" hat und andererseits die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für Gold in der Schmuckindustrie, der Tech-Industrie und Zentralbanken.

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Anhand der Prozentsätze sieht man den Unterschied zwischen denen, die einen Anstieg der Einwirkung gemeldet haben, und denen, die einen Rückgang gemeldet haben.

Laut den Daten ist Lateinamerika mit 33 Prozent die Region mit der höchsten Einwirkung von Kryptowährungen. Das könnte auf die steigende Hyperinflation in Venezuelas Wirtschaft zurückzuführen sein. Diese Hyperinflation könnte zur "Bitcoinisierung" von Venezuela führen, da mehr Venezolaner sich dem Krypto zugewandt haben, anstatt den Bolivar zu verwenden. Der Gesamtwert des Bolivar hat im letzten Herbst kurzzeitig nur 50 Prozent des Wertes des virtuellen Goldes in World of Warcraft betragen.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro hat versucht, durch die Einführung eines staatlich unterstützten Coins, dem Petro, von der Popularität von Krypto in seinem Land zu profitieren. Dies geschah Ende Februar mit einem unsicheren Trara.

Die Region mit dem geringsten durchschnittlichen Einwirkungsanstieg von Kryptowährungen ist Asien mit 5 Prozent. Die fehlende Einwirkung sind wohl den geltenden Kryptoverboten in China zuzuschreiben. Beispiele dafür sind das Verbot von Inlands-Börsen, ausländischen Börsen, sowie Initial Coin Offerings (ICOs). Südkorea, das für eine hohe öffentliche Nutzung von Kryptowährungen bekannt ist, führte in diesem Jahr ebenfalls ein Kryptoverbot ein, das sich auf den anonymen Handel auf Kryptowährungsbörsen bezieht.

Der Vermögensbericht von Knight Frank enthält auch einen Artikel über das Potenzial von Blockchain. Dabei geht es Speziell um die Möglichkeit einer Revolution auf den Immobilienmärkten. Länder auf der ganzen Welt haben bereits damit begonnen, Blockchain für Immobilien zu nutzen. Das staatliche schwedische Katasteramt soll auch bald die erste Blockchain-Immobilientransaktion durchführen. In Amerika hat ein Immobilien-Blockchain-Pilotprogramm in Vermont bereits die erste Blockchain-Immobilientransaktion abgeschlossen.

Der Vermögensbericht fragt Knight Frank-Kunden auch nach ihren Ansichten über Blockchain-Technologie. Dabei war die überwiegende Antwort für den globalen Durchschnitt der Befragten: "Zweifel, dass viele meiner Kunden von Blockchain gehört haben." 4 Prozent des globalen Durchschnitts haben geantwortet: "Blockchain hat bereits spürbare Auswirkungen", wobei Russland und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit 8 Prozent gleichauf mit Nordamerika liegen.

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Knight Frank hat 370 Büros in 55 Ländern und verwaltet Immobilien im Wert von umgerechnet über 662 Milliarden Euro.

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