Unternehmen und Investoren umgehen chinesisches ICO-Verbot

Eine Untersuchung der Xinhua News Agency hat ergeben, dass es möglich ist, Chinas Verbot zu Initial Coin Offerings (ICO) zu umgehen, so ein am 26. September erschienener Artikel.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass Investoren trotz der Bemühungen der Regierung, gegen ICOs vorzugehen, das Gesetz mit Hilfe von ausländischen Briefkastenfirmen umgehen können.

Laut Xinhua haben sich Kryptobörsen nach ihrer Zwangsschließung im Inland im Ausland registriert, und bieten von dort aus weiterhin chinesischen Nutzen auf dem Heimatmarkt ihre Dienstleistungen an.

Vor allem der Inselstaat Malta habe zahlreiche Unternehmen als neuer Standort angezogen. Viele in Malta angesiedelte Krypto-Börsen böten ihre Plattform und Dienste auch in chinesischer Sprache an.

Auch die Verwendung von Chat-Gruppen auf Telegram zur Koordination mit chinesischen Privatanwendern wurde von Xinhua erwähnt. Unter Berufung auf eine Insiderquelle schreibt die Nachrichtenagentur:

"Es scheint, dass die gesamte Verarbeitungsplattform nicht gegen die relevanten Richtlinien verstößt, aber  Over-the-Counter-Transaktion haben tatsächlich ein Schlupfloch für ICO-Token-Transaktionen geschaffen."

Die Behörden haben zwar versucht, den Internetzugang zu ICO-Projekten in China zu blockieren, doch wie Xinhua erklärt, lässt sich dies meist durch den Einsatz eines Virtual Personal Network (VPN) verhindern. Bestimmte Medienunternehmen in China würden zudem eine aktive Rolle beim Bewerben von ICO-Projekten einnehmen.

Das erste vollständige Verbot von ICOs in China war vor einem Jahr im September 2017 verhängt worden. Anfang dieses Monats veröffentlichte die People's Bank of China ein neues Dokument auf ihrer offiziellen Website, laut dem sie weiterhin vor ICO- und kryptowährungsbezogenen Handelsrisiken "schützen" wird.