Chinas Zentralbank warnt Investoren vor ICO- und Krypto-Risiken

Chinas Zentralbank, die People's Bank of China (PBoC), hat heute, am 18. September eine neue öffentliche Warnung für Investoren veröffentlicht, in der sie an die Risiken von Initial Coin Offerings (ICOs) und Krypto-Handelsgeschäften "erinnert".

Die Benachrichtigung, die vom Hauptsitz der Bank in Shanghai ausgegeben wurde, wiederholt die drastische Haltung des Amtes für besondere Sanierungen von Internet-Finanzrisiken des Landes, welches im September 2017 bereits ein Pauschalverbot für ICOs einführte.

Die heutige Benachrichtigung schreibt, dass die "unautorisierten" und "illegalen" ICO-Finanzmodelle eine "ernsthafte Störung" für die "wirtschaftliche, finanzielle und soziale Ordnung" darstellen.

"[ICOs] stehen im Verdacht, illegal Token zu verkaufen, illegal Wertpapiere auszugeben, illegale kriminelle Aktivitäten, Finanzbetrug, Schneeballsysteme und andere illegale und kriminelle Aktivitäten zu sein."

Die PBoC hat heute auch die Erfolge der strengen Einschränkungen des Landes angepriesen, die ICOs und ein breites Spektrum an Krypto-bezogenen Aktivitäten betreffen und behauptet:

"Der globale Anteil der inländischen Transaktionen virtueller Währungen ist von anfänglich 90 Prozent auf weniger als 5 Prozent gesunken, wodurch die durch die explodierenden globalen Preise von virtuellen Währungen in der zweiten Hälfte des letzten Jahres auf dem chinesischen Finanzmarkt verursachte virtuelle Währungsblase effektiv vermieden wurde. Der Effekt wurde von der Gemeinschaft deutlich anerkannt. "

Dennoch merkt die Bank an, dass weitere Hürden genommen werden müssen, vor allem die Tendenz, dass Offshore-Börsen von Investoren genutzt werden, um die inländischen Verbote zu umgehen.

Die PBoC merkt an, dass das Amt für besondere Sanierung von Internet-Finanzrisiken nun eine Reihe von gezielten Maßnahmen ergriffen hat, darunter die Blockierung von bis zu 124 IP-Adressen, die verdächtigt werden, einen Zugang zu inländischen Krypto-Händlern zu bieten.

Darüber hinaus weist sie auf die verstärkten Anstrengungen hin, Zahlungskanäle zu "bereinigen" und Überwachung- und Kontrollmechanismen zu stärken, wobei festgestellt wurde, dass aufgrund einer verstärkten Aufsicht bereits rund 3.000 Konten geschlossen wurden. Zuletzt wird geschrieben, dass die derzeitigen Maßnahmen dazu dienen, dem Zirkulieren von Krypto-"Hype"-Materialien entgegenzuwirken.

Wie bereits berichtet, hatte die PBoC bereits am 25. August eine neue Risikowarnung vor "illegalen" ICOs herausgegeben, in der sie warnt, dass Blockchain und die Idee einer "finanziellen Innovation" genutzt werden, um Investoren als "Spielzeuge" anzulocken, um im Grunde betrügerische Ponzisysteme zu verschleiern-

Der Sommer war generell geprägt von immer härteren Anti-Krypto-Maßnahmen aus Beijing, darunter das Verbot für kommerzielle Standorte, Krypto-Events in bestimmten Distrikten auszurichten.

Neben "offline"-Maßnahmen, haben Chinas Technologiegiganten - Chinas "Google": Baidu, Alipays Alibaba und WeChat-Entwickler Tencent - alle ihre Überprüfungsverfahren intensiviert und Maßnahmen zur Sperrung von Konten eingeleitet, die im Verdacht stehen, Krypto- und sogar Blockchain-Aktivitäten zu bewerben.