CEO von Messari: Drohanrufe nach kritischem XRP-Bericht vermutlich von "Punk-Kindern"

Ryan Selkis, CEO von Krypto-Analyseunternehmen Messari, hat angeblich Drohungen erhalten, nachdem sein Unternehmen eine kritische Analyse der Ripple-Verschlüsselung (XRP) veröffentlicht hatte. Selkis machte diese Behauptung in einem am 24. Januar geposteten Tweet.

Das Forschungsunternehmen Messari veröffentlichte am 24. Januar einen Bericht, in dem es heißt, dass die Marktkapitalisierung von XRP wahrscheinlich um 5 Milliarden Euro überbewertet wurde. Berichten zufolge stützte sich das Unternehmen auf Daten von Kryptowährungsbörsen und Kryptowährungsdatendiensten von Drittanbietern.

Im Anschluss an die Veröffentlichung hat der CEO und Gründer von Messari, Ryan Selkis, einen Tweet gepostet, in dem behauptet wird, dass er einen Drohanruf eines anonymen Anrufers erhalten habe:

„Jemand hat mich gerade von einer Nashville-Nummer angerufen und mir den genauen Geburtstag meiner Frau genannt. Dann legte ich auf."

In einem Folge-Tweet kündigte Selkis an, dass er zwei weitere Drohanrufe erhalten habe, und bat mehrere hochrangige Mitarbeiter von Ripple, darunter Brad Garlinghouse, den CTO David Schwartz und die SVP für Marketing und Kommunikation Monica Long, die Drohungen gegen seine Familie, zu verurteilen. Er behauptete außerdem, dass diese Drohanrufe aus der XRP-Community stammen:

“I want @Ripple @bgarlinghouse @MonicaLongSF @CoryTV @JoelKatz @warpaul to denounce any $xrp community threats against my family. I’m going to the fbi and local police after THREE calls. Ensuring our family doesn’t get swatted.”

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels haben weder Ripple selbst noch die in Ryan Selkis Tweet erwähnten Mitarbeiter die angeblichen Drohungen kommentiert. Sowohl Messari als auch sein CEO haben auf die Bitte von Cointelegraph noch nicht geantwortet.

Nachdem er zu einer Polizeistation gegangen war, um die Anrufe zu melden, postete Selkis einen weiteren Tweet, der offenbar bestätigte, dass die Anrufer nicht in Verbindung mit Ripple standen:

“I’m at the police station. It’s a punk kid most likely.”

In seinem kürzlich veröffentlichten Bericht für das 4. Quartal 2018 hat Ripple bekannt gegeben, dass der Umsatz seiner XRP-Token gegenüber dem dritten Quartal des gleichen Jahres zurückgegangen ist: Das Unternehmen verkaufte Token im Wert von 113 Mio. Euro und 142 Mio. Euro in den jeweiligen Zeiträumen.

Zum Redaktionsschluss beträgt die Marktkapitalisierung von XRP knapp 11,5 Milliarden Euro und ist damit laut CoinMarketCap Daten die zweitgrößte Kryptowährung.