Autor von "Rich Dad Poor Dad": Bitcoin dringt in Territorium der Fed ein

Robert Kiyosaki - der Autor des Bestsellers Rich Dad Poor Dad, von dem 32 Millionen Exemplare verkauft wurden - ist eher zurückhaltend im Hinblick auf dem Kampf zwischen Bitcoin und der US-Notenbank.

Kiyosaki, der ein geschätztes Nettovermögen in Höhe von 80 Mio. US-Dollar besitzt, sprach darüber in einem Interview mit Bloomberg am 22. Oktober.

Bitcoin gegen "eine der mächtigsten Banken überhaupt"

Kiyosaki stand bereits selbst im Mittelpunkt von Kontroversen: sein Bestseller bleibt eines der bekanntesten Bücher im Bereich der persönlichen Finanzen, das je geschrieben wurde. Aber er war auch in mehreren Skandalen verstrickt, insbesondere wegen der Insolvenz seiner Finanz- und Bildungsfirma im Jahr 2012.

Im Interview bekräftigte Kiyosaki, er sei von Investitionen in Vermögenswerte, wie Gold, Öl und Immobilien, nach wie vor überzeugt. Auf die Frage nach seiner Meinung zu neuen Anlageklassen, insbesondere Bitcoin, antwortete er ausschweifend:

"Ich denke, das ist sehr interessant. Er kämpft gegen die FED, eine der mächtigsten Banken überhaupt. Und er dringt in ihr Territorium ein. Das ist, als würde ich es mit McDonald's aufnehmen. Daher denke ich, dass die FED versuchen wird, ihn auszuschalten. Ich denke, das wird noch sehr spannend."

Kiyosakis zeigte sich als Investor da sehr resolut. Doch er ermutigte Anleger insgesamt dazu, ihrem persönlichen Instinkt und Bauchgefühl zu folgen:

"Ich persönlich bin ein Technosaurus Rex. Ich kann kaum ein Handy benutzen. Also halte ich mich besser aus Kryptowährungen heraus. Wenn Sie also ein junger Mensch sind und Krypto mögen, könnte das Ihr Ding sein. Nochmals, es geht nur darum, "zu tun, was man liebt". Ich liebe Unternehmen, ich liebe Gold [...] Ich liebe es, Schulden als Geld zu nutzen - denn im Jahr 1971 wurde der Dollar zu Schulden - und ich liebe es, auf legale Weise keine Steuern zu zahlen."

Kiyosaki ist ein lautstarker Kritiker der schuldengetriebenen Finanzierung bei Unternehmen. Er ist eher für einen opportunistischen und geschickten Umgang mit der systemischen Volatilität, wie es in großen Boom- und Bust-Zyklen ermöglicht wird. Er sagte gegenüber Bloomberg, dass der nächste Abschwung durch eine Krise im Rentensektor zwischen 2022 und 2025 ausgelöst werde.

Schlafwandeln in die Krise

Anfang der Woche erklärte der ehemalige Gouverneur der Bank von England Mervyn King, dass die Welt in eine Finanzkrise "schlafwandelt", die noch schlimmer sei als die im Jahr 2008. 

Im Rahmen einer neuen quantitativen Lockerung hat die Fed seit Mitte September dieses Jahres 210 Mrd. US-Dollar in die Wirtschaft gepumpt. King warnte:

"Wenn wir an der neuen Orthodoxie der Geldpolitik festhalten und so tun, als hätten wir das Bankensystem sicher gemacht, schlafwandeln wir auf diese Krise zu."

Befürworter von Gold, wie Kiyosaki, und Befürworter von Bitcoins digitaler Knappheit kritisieren beide gleichermaßen die interventionistische Vorgehensweise der Zentralbanken.