Ripple und Zcash investieren in Datenschutz-orientiertes Krypto-Startup

Xpring, das Förderprogramm von Ripple, hat in einem Blog-Eintrag vom 17. April angekündigt, dass sich die Initiative als Investor am Startup Bolt Labs beteiligen will. Das Unternehmen will über ein sogenanntes Second-Layer Netzwerk „schnelle, günstige und anonyme Zahlungen“ ermöglichen.

Zooko Wilcox, der Geschäftsführer der Electric Coin Company, die sich wiederum für die Kryptowährung Zcash verantwortlich zeichnet, hat gegenüber Forbes bestätigt, dass seine Firma ebenfalls an der Investitionsrunde von Bolt Labs teilgenommen hat. Wilcox soll im Zuge dessen auch als Berater für das Startup tätig werden.

In einem vorherigen Blog-Eintrag hatte Bolt Labs beschrieben, dass das Unternehmen ein „skalierbares, schnelles und anonymes Netzwerk“ aufbauen will, das „mit großen traditionellen Zahlungsdienstleistern wie Visa konkurrieren kann“.

Bolt Labs gesteht ein, das andere Second-Layer Lösungen, wie zum Beispiel das Lightning Network, bisher schon „beachtliches“ Wachstum erreicht haben, allerdings wäre Lightning nicht von Haus aus für den Datenschutz konzipiert, weshalb sensible Informationen der Nutzer womöglich leichter nach außen dringen könnten.

Laut der Webseite von Bolt Labs, ermöglicht die vom Startup entwickelte Technologie, dass Nutzer ihre Transaktionen in vollster Anonymität abwickeln können. Um größtmöglichen Datenschutz zu gewährleisten setzt das Unternehmen deshalb „auf den Zero-Knowledge-Beweis, der von führenden Forschern und Kryptographen entwickelt wurde“.  

Bolt Labs will mit der eigenen Second-Layer Lösung erreichen, dass alltägliche Zahlungen per Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) oder Zcash künftig problemlos möglich sind. Ein „Second-Layer“ ist dabei wortwörtlich eine zweite Ebene, die auf ein bestehendes Blockchain-Netzwerk „draufgelegt“ wird, damit einige wichtige Funktionen an dieses ausgelagert werden kann, wie zum Beispiel Zahlungsabwicklungen.

Die Kryptowährung Zcash ist ein auf Datenschutz ausgelegter Coin, der auf eine möglichst anonyme Nutzung abzielt. Kryptowährungen, die nach diesem Konzept gestaltet sind, sind weltweit immer wieder Kritik durch den Gesetzgeber ausgesetzt. So hatte ein französischer Politiker erst im März gefordert, dass Anonymitäts-Coins gänzlich verboten werden müssten.