Russischer Gesetzesentwurf fordert von Regierungsmitarbeitern Offenlegung von Krypto-Vermögen

In einem kürzlich veröffentlichten Interview mit dem russischen Nachrichtenportal Gazeta hat der Vorsitzende des staatlichen Finanzmarktkommittees der Duma Anatoly Aksakov erklärt, dass der aktuelle Entwurf des russischen Kryptowährungsgesetzes von Regierungsmitarbeitern fordert, ihre Kryptowährungs-Investments offenzulegen.

Der Entwurf wird im Moment vom russischen Finanzministerium und der Zentralbank geprüft. Die endgültige Version des Gesetzes soll laut ForkLog spätestens am 1. Juli 2018 freigegeben werden.

Aktuell sind Regierungsmitarbeiter nicht verpflichtet, ihre Kryptowährungs-Investments offenzulegen, da es laut einer aktuellen Mitteilung des russischen Arbeitsministeriums keine genaue Definition und Regulierung von Kryptowährungen gibt.

Das heißt, sagt Aksakov weiter in dem Interview mit Gazeta, wenn das neue Gesetz tatsächlich Kryptowährungen als Vermögen definiert, muss das gesamte Vermögen eines Regierungsmitarbeiters der Duma offengelegt werden, [auch Kryptowährungen]."

Russland ist nicht das einzige Land, das sich überlegt, Regierungsmitarbeiter gesetzlich zu verpflichten, ihr Kryptowährungs-Vermögen offenzulegen.

Anfang dieser Woche hat das südkoreanische Komittee der Nationalversammlung für Administration und Wertpapiere Berichten zufolge einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der Regierungsmitarbeiter verpflichtet, ihr Kryptowährungs-Vermögen offenzulegen. Zu diesem Schritt hat man sich entschieden, nachdem einige Mitarbeiter des Finanzaufsichtsdienstes (FSS) verdächtigt wurden, Insiderhandel mit Bitcoin zu betreiben.