Russland: Gericht für Urheberrecht testet Blockchain für Copyright-Daten

Ein russisches Gericht, das sich mit Fällen im Zusammenhang mit geistigem Eigentum befasst, hat erfolgreich ein Blockchain-Netzwerk zur Speicherung von Copyright-Daten getestet. Die Technologie wurde Berichten zufolge zum ersten Mal im Rechtsbereich in Russland eingesetzt, wie die große russische Nachrichtenagentur TASS am Montag, 3. Dezember, berichtete.

Laut TASS hat das Gericht eine Änderung in einer Gruppe von Rechteinhabern aufgezeichnet und dabei eine Blockchain-Lösung des russischen Start-ups IPChain eingesetzt, das sich mit geistigem Eigentum beschäftigt. IPChain-Präsident Andrey Krichevsky behauptete, das sei ein Präzedenzfall für die russische Justiz und bezeichnete den Einsatz der Technologie als "einen endgültigen Durchbruch".

Krichevsky glaubt, dass Blockchain dazu beitragen könne, die Interoperabilität im Urheberrechtsmarkt zu verbessern. Denn sie ermögliche es, alle gespeicherten Informationen auf dem neuesten Stand zu halten, was besonders wichtig für den Eigentumsrechtsbereich sei.

TASS berichtete, dass die Sprecherin des Gerichts Ludmila Novoselova angedeutet hat, dass sich die technische Unterstützung der Gerichte weiter entwickeln werde. Sie erklärte auch, dass in fünf Jahren wahrscheinlich alle Rechtsstreitigkeiten online beigelegt werden.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, hat IPChain zuvor eine Partnerschaft mit der Regierung von Usbekistan geschlossen, um seine dezentralen Lösungen im lokalen Urheberrechtsbereich, insbesondere im Bereich Wissenschaft und Erfindungen, einzusetzen.

Anfang des Jahres gab es einen ähnlichen Deal zwischen IPChain und dem Staatlichen Patentamt Kirgisistan, bei dem es darum geht, Patentdaten zu digitalisieren und in einer dezentralen Datenbank zu speichern. Krichevsky hat auch erklärt, dass Blockchain-Projekte auch mit armenischen Regierungsmitarbeitern diskutiert werden, so TASS.

Spanische öffentliche Institutionen erforschen ebenfalls die Verwendung von Blockchain im Urheberrechtsbereich. Im Juli haben die Spanische Gesellschaft der Autoren und Verleger und die Madrid School of Telecommunications Engineering angekündigt,dass sie mit begonnen hätten, eine Blockchain-Nutzung im Urheberrechtsmanagement zu testen.