Russisches Start-up: Blockchain-Urheberrecht-Netzwerk in Usbekistan

Ein russisches Start-up, das sich mit geistigem Eigentum beschäftigt, hat eine Absichtserklärung mit Beamten aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent unterzeichnet. Ziel dabei ist es, Blockchain im Urheberrecht zu integrieren, so die russische, staatliche Nachrichtenagentur TASS am Dienstag, den 16. Oktober.

Der Präsident des russischen nationalen Zentrums für Transaktionen geistigen Eigentums IPChain Andrey Krichevsky traf sich mit dem Leiter der Innovationsabteilung von Taschkent Jasur Zakhidov beim Open Innovations Forum in Moskau. Beide Parteien einigten sich darauf, dezentrale Lösungen zum Schutz von Urheberrechten in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel geistiges Eigentum und Patentaufzeichnungen, einzuführen.

Zakhidov erklärte weiter, dass Blockchain dazu beitragen könnte, den gesamten Urheberrechtsbereich zu entwickeln und profitabel zu machen. Dabei erklärte er, dass "Wissenschaftler, Erfinder und Schöpfer normalerweise nicht verstehen, wie sie ihr geistiges Eigentum monetarisieren können", und fügte hinzu:

"Unsere Partnerschaft wird der Entwicklung im Bereich des geistigen Eigentums in Usbekistan wahrscheinlich einen Schub geben. Von nun an werden sie wissen, dass das Urheberrecht tatsächlich funktioniert und sich lohnt. Als Hauptstadt müssen wir Autoren helfen und ihnen Wege aufzeigen, Geld zu verdienen."

Laut der Pressemitteilung von IPChain wird das Programm mit der Digitalisierung der Taschkenter Patent-Datensätze beginnen und das IPchain-Ökosystem wahrscheinlich auf der Grundlage des lokalen Patentamts einsetzen.

Wie Cointelegraph im April berichtete, schloss IPChain einen Deal ab, bei dem es um die Digitalisierung von Patentdatensätzen und um die Schaffung einer Blockchain-basierten Datenbank für das Staatliche Patentamt Kirgisistan ging. Laut dem Leiter von IPchain wurden ähnliche Projekte bereits mit armenischen Regierungsmitarbeitern diskutiert.

Der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew hat kürzlich mehrere wichtige Schritte unternommen, um die Blockchain-Technologie im Land zu fördern. Im Juli unterzeichnete er ein Dokument mit dem Titel "Über Maßnahmen zur Entwicklung der digitalen Wirtschaft in der Republik Usbekistan", in dem es hieß, dass bis 2020 ein Blockchain-Integrationsprogramm für internationale Clearingstellen sowie das Kredit- und Handelsfinanzwesen eingeführt werden sollte.

Im September ordnete Mirsijojew die Einrichtung eines staatlichen Blockchain-Entwicklungsfonds namens "Digital Trust" an. Demnach sollen dezentrale Lösungen im Gesundheits-, Bildungs- und Kulturbereich umgesetzt werden.