Der Chief Technology Officer von SafeMoon LLC hat sich in dem Verfahren, in dem die US-Staatsanwaltschaft ihm millionenschweren Krypto-Betrug vorwirft, in zwei Punkten schuldig bekannt.
Einem am 20. Februar bei einem Bundesgericht in Brooklyn eingereichten Dokument ist zu entnehmen, dass SafeMoon-Technikchef Thomas Smith vor der Richterin Cheryl Pollak erschien, um seine vorherige Unschuldsbeteuerung zurückzuziehen und sich der Verschwörung zum Wertpapierbetrug und der Verschwörung zum Anlagebetrug schuldig zu bekennen.
Richterin Pollak empfahl US-Bezirksrichter Eric Komitee, der den Fall von Smith leitet, das neue Geständnis zu akzeptieren.
Auf Verschwörung zum Anlagebetrug steht eine Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis, auf Verschwörung zum Wertpapierbetrug eine Höchststrafe von 25 Jahren Gefängnis.
Auszug aus dem Gerichtsdokument. Quelle: PACER
Das Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC erhoben im November 2023 gleichzeitig Anklage gegen Smith wegen Verschwörung zum Wertpapier- und Anlagebetrug und Geldwäsche, zusammen mit dem CEO von SafeMoon, Braden John Karony, und dem Gründer Kyle Nagy.
Das Trio soll einen betrügerischen Token namens SafeMoon (SFM) verkauft und den Käufern von SFM fälschlicherweise vorgegaukelt haben, dass die Reservevermögen des Tokens gesperrt seien und sie nicht darauf zugreifen könnten – obwohl sie dies in Wahrheit konnten und die Gelder später für sich selbst abgezweigt haben.
Die SEC und die Staatsanwaltschaft werfen den drei Führungskräften vor, über 200 Millionen US-Dollar von SFM abgezweigt und Anlegergelder für den persönlichen Gebrauch zum Kauf von Luxusfahrzeugen und Immobilien verwendet zu haben.
Die SEC und die Staatsanwaltschaft gaben an, dass SFM eine Marktkapitalisierung von 5,7 bis 8 Mrd. US-Dollar erreicht hatte, bevor der Kurs am 20. April 2021 um fast die Hälfte einbrach, nachdem öffentlich bekannt wurde, dass der Liquiditätspool des Tokens angeblich nicht wie behauptet gesperrt („locked“) war.
Smith und Karony wurden zum Zeitpunkt der Anklageerhebung verhaftet. Nagy ist weiterhin auf freiem Fuß, soll aber in Russland wieder aufgetaucht sein.
Karony plädierte auf „nicht schuldig“ und beantragte im April letzten Jahres die Abweisung der Anklage. Auch Smith beantragte Mitte September letzten Jahres die Abweisung der Anklage.
Anfang dieses Monats bat Karony einen Richter, seinen Strafprozess zu verschieben, mit dem Argument, dass die kryptopolitischen Versprechen von US-Präsident Donald Trump dazu führen könnten, dass zumindest eine seiner Anklagen fallen gelassen wird.
Richter Komitee lehnte den Antrag jedoch ab und setzte den Beginn des Prozesses auf den 7. April fest.
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