Die südkoreanische Regierung hat sich bereit erklärt, nächstes Jahr umgerechnet rund 30 Mio. Euro in den Haushalt zu investieren, um die Blockchain-Technologie und Branchen im Zusammenhang mit Distributed-Ledger-Technologie (DLT) bei der Entwicklung zu unterstützen. Das geht aus einem Bericht des größten südkoreanischen Wirtschaftsnachrichtenunternehmens Korea Economic Daily vom 8. November hervor.
Die südkoreanische Regierung hat sich mit dem Ministerium für Wissenschaft und IKT, dem Ministerium für Information und Kommunikation, der Demokratischen Partei Koreas und anderen getroffen und dabei über Branchen im Zusammenhang mit DLT und Blockchain-Technologie gesprochen. Der stellvertretende Minister für Gesundheit und Soziales kündigte bei dem Treffen an, dass die Ministerien sich darauf geeinigt hätten, das Budget im nächsten Jahr um das Dreifache zu erhöhen. Damit läge das Budget bei umgerechnet rund 30 Mio. Euro.
In diesem Jahr hat das Ministerium für Wissenschaft und IKT 72 Blockchain-Projektanträge von 41 Institutionen erhalten und wählte sechs Projekte für deren Entwicklung im öffentlichen Sektor aus. Im Jahr 2019 wolle das Ministerium die Zahl der ausgewählten Projekte auf 12 verdoppeln, darunter auch drei bis vier "privat geführte" Blockchain-Projekte.
Das Ministerium für Information und Kommunikation wird für die Bereitstellung Technik-, Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen für die Blockchain-Start-ups nächstes Jahr verantwortlich sein, so Korea Economic Daily.
Der zweite stellvertretende Minister für Wissenschaft und IKT erklärte, dass "alle der Meinung sind, dass die Blockchain eine Technologie ist, die die Zukunft verändern wird". Außerdem hieß es:
"Wir müssen im Grunde genommen in diesem Markt weiter wachsen. Wir werden auch institutionelle und legislative Unterstützung durch die Nationalversammlung (Koreanisches Parlament) benötigen. Ich freue mich auf die Entwicklung der Blockchain-Industrie in Korea."
Zuvor im Herbst hatte eine Unterorganisation des südkoreanischen Ministeriums für Wissenschaft und IKT, die koreanische Internet- und Sicherheitsbehörde KISA, bereits angekündigt, dass die Regierung umgerechnet rund 8 Mio. Euro für die Verbreitung von Blockchain-Projekten im öffentlichen und privaten Sektor ausgeben wolle, wie Cointelegraph am 4. September berichtete.
Im Oktober warnte die südkoreanische Finanzaufsicht FSC, dass Investitionen in Kryptowährungsfonds gegen das Kapitalmarktgesetz des Landes verstoßen könnten.
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