Ab 2024 müssen fast sechstausend südkoreanische Beamte ihren Krypto-Besitz offenlegen. Das südkoreanische Ministerium für Personalmanagement sagte am 27. Dezember, dass Informationen über den privaten Besitz von Krypto-Vermögenswerten von Regierungsbeamten in das Ethiksystem für Beamte aufgenommen werden.

Bisher haben einige koreanische Beamte ihre Krypto-Bestände im Amtsblatt der Regierung oder auf den Webseiten von Ministerien oder Parlamentskammern offengelegt. Aber mit dem Public Official Ethics System können koreanische Bürger ab 2024 mindestens 5.800 Erklärungen von Beamten einsehen.

Ab Juni 2024 werden die fünf großen südkoreanischen Kryptobörsen Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax separate "Informationsbereitstellungssysteme" einführen, die die Registrierung von Informationen über Kryptobestände vereinfachen sollen.

Im Mai 2023 geriet ein Mitglied der Demokratischen Partei, nämlich Kim Nam-kuk, in die Kritik, als man feststellte, dass er kurzzeitig mindestens 4,5 Millionen US-Dollar in Wemix (WEMIX)-Token besaß, die von dem südkoreanischen Blockchain-Spielentwickler Wemade entwickelt wurden. Kims Bestand löste erhebliche Bedenken über mögliche Interessenkonflikte, die Nutzung von Insiderinformationen und sogar Geldwäsche aus.

Als Reaktion auf den Vorfall änderte die südkoreanische Nationalversammlung das Gesetz über die Nationalversammlung und das Gesetz über die Ethik im öffentlichen Dienst. Es wurde einstimmig entschieden, dass Beamte ihre Krypto-Vermögenswerte offenlegen müssen.

Im November verpflichtete die Demokratische Partei Koreas, die 167 der 300 Sitze in der Nationalversammlung innehat, ihre potenziellen Kandidaten, ihren Besitz an digitalen Vermögenswerten auch auf ihren Parteiprofilen offenzulegen.

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