Die südkoreanischen Behörden haben Shin Hyun-Seong, einer der Mitgründer von Terraform Labs, der auch als Daniel Shin bekannt ist, dazu aufgefordert, im Rahmen der Ermittlungen um den Zusammenbruch des Krypto-Unternehmens zu kooperieren.

Wie Hankyoreh am gestrigen 14. November berichtet hat, hat die in dem Fall zuständige Sonderkommission bekanntgegeben, dass Shin in dieser Woche zur Vernehmung vorgeladen wird. Der Terra-Mitgründer soll einen Großteil der firmeneigenen Kryptowährung Terra (LUNA) gehalten haben, ohne dass dies für Anleger ersichtlich war. Durch unrechtmäßige Verkäufe kurz vor dem Zusammenbruch des Projekts soll er dann mehr als 105 Mio. US-Dollar verdient haben.

„Die Berichte, dass Shin Hyun-seong seine LUNA zu einem Rekordhoch verkauft und daraus Gewinne erzielt bzw. dass er Gewinne durch andere illegale Methoden erzielt hat, entsprechen nicht der Wahrheit“, wie der Anwalt des Beschuldigten entgegenhält.

Laut dem LinkedIn-Profil von Shin soll dieser sei Januar 2020 nicht mehr direkt für Terraform Labs gearbeitet haben, allerdings wird daraus nicht klar, ob er weiterhin Investitionen in das Unternehmen getätigt hat. Anschließend hat Shin das Startup Chai Corporation gegründet, für das er aktuell als Geschäftsführer agiert.

Während sich Shin weiterhin in Südkorea aufhält, also dem Land, in dem Terra hauptsächlich angesiedelt war, ist der Aufenthaltsort von „Drahtzieher“ Do Kwon unbekannt. So soll dieser nach dem Kollaps des Projekts nach Singapur ausgereist und später in andere Länder gewechselt sein. Nach eigenen Angaben befindet sich Kwon jedoch „nicht auf der Flucht“.

Um weitere Bewegungen des gesuchten Terra-Chefs zu verhindern, wurde dessen Reisepass im Oktober durch das südkoreanische Außenministerium für ungültig erklärt. Kwon drohen sowohl strafrechtliche Verfahren durch Behörden auf der ganzen Welt als auch zivilrechtliche Klagen von geschädigten Anlegern.

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