Südkoreanisches Startup will Geschwindigkeitsproblem der Blockchain gelöst haben

Das südkoreanische Startup Bloom Technology behauptet, eine Lösung für das Geschwindigkeitsproblem der Blockchain-Technologie gefunden zu haben.

Wie United Press International am 3. Dezember berichtet, gibt Bloom Technology Lee Sang-yoon an, dass die firmeneigene Locus Chain die Abwicklungszeit einer Transaktion auf der Blockchain auf einen Bruchteil der bisher üblichen Zeit reduzieren kann.

Transaktionszeit von weniger als 0,23 Sekunden

Um dies unter Beweis zu stellen hat das Unternehmen einen öffentlichen Test durchgeführt, an dem 635 Nodes (Blockchain-Knotenpunkte) beteiligt waren. Die durchschnittliche Transaktionsdauer soll dabei lediglich zwischen 0,13 – 0,23 Sekunde gelegen haben. Die schnellere Verarbeitung soll grob gesagt dadurch erreicht werden, dass Transaktionsanfragen parallel abgearbeitet werden und nicht hintereinander.

Moon Young-bae, der Vize-Präsident des südkoreanischen Blockchain Verbandes, bewertet den Test der neuen Blockchain wie folgt:

„Die Locus Chain befindet sich momentan noch in der Entwicklung, aber ich denke, dass die Technologie dahinter schon jetzt marktreif ist […]. Ich glaube, sie ist ein wahrer Fortschritt.“

Bloom Technology Geschäftsführer Lee hebt die Wichtigkeit des Geschwindigkeitsproblems hervor, indem er darauf hinweist, dass „Krypto-Transaktionen oft mehr als 10 Minuten dauern, bei Bitcoin sogar mehr als eine Stunde“. Umso wichtiger sei die Lösung seiner Firma.

Südkorea schafft Gesetzesrahmen für Krypto

Im November hat das südkoreanische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das einen rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen schaffen soll. Dadurch soll die heimische Branche mehr rechtliche Klarheit haben und transparenter werden. Das Gesetz muss noch eine finale Prüfung durchlaufen, falls diese erfolgreich ist, würde es 2020 in Kraft treten.

Dies ist nicht das erste Mal, dass sich die südkoreanische Politik mit der Kryptobranche auseinandersetzt. Anfang 2018 hatten die Aufsichtsbehörden des Landes den anonymen Handel auf Kryptobörsen untersagt, um damit das Risiko für Geldwäsche zu verringern.