Wiener E-Carsharing-Anbieter holt Nutzer per Blockchain als Investoren ins Boot

Der komplett auf Elektroautos setzende Wiener Carsharing-Anbieter Caroo will mit Blockchain-Technologie seine Nutzer mit am Geschäft beteiligen, berichtete Trendingtopics am 23. Mai.

Caroo befindet sich nach seiner Gründung im Jahr 2017 in der Aufbauphase und will in der zweiten Jahreshälfte von 2018 mit einer eigenen Flotte aus zunächst 50 Elektroautos von Renault in Wien an den Start gehen. Sowohl was die Anfangsfinanzierung betrifft als auch für das zukünftige Wachstum setzen die Wiener auf Blockchain-Technologie.

Investoren, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, können dies sowohl mit Euro als auch per Bitcoin-Zahlung tun. Im laufenden Betrieb will Caroo darüber hinaus über ein “Community Owned Carsharing” genanntes Beteiligungssystem mit Hilfe von Blockchain-Technologie die Nutzer am Geschäft beteiligen und dadurch die künftige Finanzierung und das Wachstum des Unternehmens erleichtern, so Geschäftsführer Leroy Hofer gegenüber Futurezone.

Über einen eigenen Token sollen einzelne Autos auf der Blockchain repräsentiert werden, deren Umsätze direkt in Echtzeit an die entsprechenden Token-Halter gehen sollen. Durch dieses Beteiligungsmodell erhofft Caroo, an zusätzliches Kapital für weiteres Wachstum zu kommen. Viel Geld einsammeln konnte Caroo bislang noch nicht. Gerade einmal 65.000 Euro hat das Startup aktuell zusammen und die Marke von 100.000 Euro durch Crowdinvestoren gilt als wichtiges Etappenziel.

Mit einem Token-Sale könnte Caroo aber sicherlich in kurzer Zeit viele Millionen Euro einsammeln, wenn es die Österreicher schaffen, ein stimmiges Gesamtkonzept vorzulegen. Im Vergleich zu vielen Kryptowährungen, bei denen der Token-Wert von einer möglichst hohen Verbreitung als potentielles Zahlungsmittel und damit von Spekulation abhängt, kann der Carsharing-Anbieter auf zukünftige Einnahmen aus dem Verleihgeschäft verweisen.

Auch andere Unternehmen der Automobilindustrie experimentieren mit der Anwendung der Blockchain-Technologie. So arbeiten ZF, UBS und IBM an die Automotive-Transaktionsplattform Car eWallet, die das Nutzen und Abrechnen von Services rund um das Auto vereinfachen soll.