Stromhändler aus Deutschland will mit Blockchain nachhaltige Energiewirtschaft schaffen

Die Energy2market GmbH (e2m), einer der führenden Stromaggregatoren aus Deutschland, hat am Donnerstag, den 8. März, eine strategische Partnerschaft mit der Blockchain-Plattform Swytch bekanntgegeben. Wie e2m in einer Pressemitteilung schreibt, wollen die Unternehmen gemeinsam eine Blockchain-basierte Daten- und Anreizplattform für erneuerbare Energien entwickeln.

Swytch ist eine dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) nahestehende Blockchain-Plattform, auf der Daten, Netzwerke und Anreize zusammengeführt werden können. Zusammen mit e2m hat Swytch ein neues Blockchain-Protokoll entwickelt, mit dem die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien nachverfolgt und verifiziert werden kann.

Zum Einsatz kommt dabei ein ERC20-Token auf Ethereum-Basis für den Austausch von Produktionsdatenrechten, ein sogenanntes "Proof-of-Production-Protokoll" (POP) zur Verifizierung von Daten an der Erzeugungsquelle und ein "Open-Source-Orakel", mit dem Daten aggregiert und Anreizmechanismen zugeteilt werden können.

Laut Mitgründer und Geschäftsführer von Swytch, Evan Caron, ist das Blockchain-System ist die "bislang einzige Technologie, die im Gigawatt-Bereich [für den Stromhandel] getestet wurde". Durch eine nahtlose Anbindung an die Plattform von e2m könne "die Produktion direkt an der Quelle überprüft werden".

Der Einsatz der Blockchain-Technologie von Swytch ermögliche es im Vergleich zu bestehenden Lösungen, “die Verwaltungskosten drastisch zu reduzieren und gleichzeitig Anreizmechanismen Immobilien zu eröffnen”, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen, so Caron in der gemeinsamen Pressemitteilung mit e2m.

Blockchain-Innovationen werden auch fernab vom boomenden Markt für Kryptowährungen immer beliebter. Eine Schlüsselrolle spielt dabei oft der Ethereum-Standard ERC-20 für Token zur Ausgestaltung von Smart Contracts. ERC-20 Token sind besonders für ICOs interessant: zum Beispiel setzte das Start-up Humaniq auf diese Technologie, um die Bankinfrastruktur in Entwicklungsländern zu ersetzen und 2,5 Mio. Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen.