Umfrage: Viele US-Investoren wollen Verluste nicht steuerlich absetzen

US-Krypto-Investoren, die ihre Bitcoin (BTC)-Bestände verkauften, verloren umgerechnet etwa 1,5 Mrd. Euro. Aber viele haben nicht die Absicht, diese Verluste bei der Steuererklärung anzugeben. Das geht aus einer Umfrage der Finanzgesellschaft Credit Karma hervor, die am 15. Januar veröffentlicht wurde.

Die Umfrage wurde vom Forschungsunternehmen Qualtrics für Credit Karma durchgeführt und im November 2018 unter 1.009 amerikanischen BTC-Investoren über 18 Jahren durchgeführt.

Laut der Umfrage plant eine knappe Mehrheit der Amerikaner, nämlich 53 Prozent, ihre Bitcoin-Gewinne und -Verluste bei ihrer Steuererklärung anzugeben, während 19 Prozent noch unentschlossen sind. Die Umfrage ergab auch, dass 35 Prozent der Teilnehmer, die ihre Kryptos mit Verlust verkauft haben, ihre Verluste nicht in ihrer Steuererklärung angeben werden.

Von den Anlegern, die Gewinne verzeichnet haben, planen 50 Prozent, ihre Gewinne anzugeben. Nur 38 Prozent der Anleger, die Verluste erlitten haben, beabsichtigen, diese anzugeben. Darüber hinaus hieß es im Bericht, dass die Anleger, die keine Verluste angeben, möglicherweise hohe steuerlich absetzbare Beträge verpassen.

Darüber hinaus glauben 35 Prozent der befragten US-Bitcoin-Investoren, dass sie nicht verpflichtet sind, ihre Gewinne oder Verluste zu melden. 58 Prozent wussten nicht, dass sie ihre Verluste von der Steuer absetzen können. Die unrealisierten Verluste der betrachteten Investorengruppe belaufen sich laut dem Bericht auf umgerechnet rund 5 Mrd. Euro.

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der befragten Bitcoin-Investoren, die nicht beabsichtigen, ihre Kryptotransaktionen in ihrer Steuererklärung anzugeben, glauben, dass sie nicht genügend gewonnen oder verloren haben, um dazu verpflichtet zu sein.

Wie Cointelegraph im April letzten Jahres berichtete, gab die Plattform Credit Karma Tax bekannt, dass unter den 250.000 aktuellsten Steuererklärungen weniger als 100 Personen Kapitalgewinne aus Krypto-Investitionen angegeben hätten.

Im Oktober 2018 hat ein beratender Ausschuss der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service gefordert, dass die Behörde zusätzliche Richtlinien für die Besteuerung von Kryptotransaktionen bereitstellt.