Schwedische Behörde für Landbesitz führt bald erste Blockchain-Immobilien-Transaktion durch

Die schwedische Behörde für Landbesitz, das Lantmäteriet, wird voraussichtlich bald ihre erste Immobilien-Transaktion mittels Blockchain-Technologie durchführen. Das geht aus einem Bericht des Wall Street Journal } (WSJ) vom Mittwoch, 7. März, hervor.

Lantmäteriet führt derzeit eine Auswahlliste für Freiwillige, die am Kauf und Verkauf von Immobilien auf ihrer eigenen Blockchain-basierten Plattform teilnehmen. Mats Snäll, Leiter der Digitalabteilung bei Lantmäteret, sagte gegenüber dem WSJ, sie seien "technologisch gesehen bereit" .

Lantmäteriet begann erstmals 2016 damit, die Blockchain-Technologie zu testen und schloss im März 2017 ihre zweite Testphase ab. Bis Juli 2017 hat die schwedische Behörde mittels Blockchain Land und Grundstücke auf dem privaten Blockchain-Netzwerk des schwedischen Blockchain-Start-Ups ChromaWay registriert. Allerdings nur in "kleinem Maßstab", wie Snäll sagt.

Neben ChromaWay ist das Lantmäteriet laut dem WSJ im Rahmen des Blockchain-Immobilienentwicklungsprojekts auch Partner der Telekommunikationsfirma Telia Co. AB und des Beratungsunternehmens Kairos Future.

Obwohl das Lantmäteriet laut dem WSJ bereits mit einem "hoch digitalisierten und papierlosen" System arbeitet, kann es vom Vertragsabschluss bis zur Registrierung eines Verkaufs zwischen drei und sechs Monaten dauern.

Mit dem Blockchain-System "könnte es in Stunden abgewickelt werden", sagt Jörgen Modin, der leitender Architekt bei ChromaWay. Modin fügte hinzu, dass Käufer und Verkäufer nicht einmal in dem Land ansässig sein müssen, um das Geschäft abzuwickeln.

Das WSJ berichtet, dass es in Schweden immer noch Hindernisse gibt, die man überwinden muss, bevor Blockchain in großem Umfang für Immobiliengeschäfte angewendet werden kann. Digitale Signaturen sind nämlich aktuell für die Registrierung oder den Erwerb von Immobilien nach schwedischem Recht gesetzlich nicht erlaubt.

Im September letzten Jahres haben der US-amerikanische Nasdaq und die schwedische Bank SEB angefangen, eine Blockchain-basierte Handelsplattform für Investmentfonds zu testen.