Die Schweizer Bankengruppe Swissquote hat bekannt gegeben, gegen Ende März Krypto-Depot-Dienstleistungen auf den Markt bringen zu wollen, so der Geschäftsergebnisbericht des Unternehmens für das Jahr 2018, das am 8. März veröffentlicht wurde.
Dem Bericht zufolge handelt das Unternehmen seit 2017 mit fünf großen Kryptowährungen und bringt nun einen Krypto-Depot-Service heraus.
Das neue Feature soll am 21. März auf den Markt kommen. Laut dem Bericht können Kunden Kryptowährungen von externen Wallets auf ihr Konto bei Swissquote übertragen und umgekehrt. Im Dokument heißt es, das Unternehmen werde "zu einer sicheren und technologisch voll integrierten Kryptowährungshandelsplattform und zu einem Depot für private und institutionelle Kunden".
Die Lösung stützt sich auf die Dienstleistungen des Fintech-Unternehmens Crypto Storage AG.
Die Crypto Storage AG ist ein Schweizer Start-up, das Infrastrukturen zur Verwaltung von privaten Schlüsseln anbietet. Auf der Webseite des Unternehmens heißt es, es entwickle Hardware-Sicherheitsmodule und erbringe Dienstleistungen für Finanzintermediäre auf der ganzen Welt.
Wie Cointelegraph zuvor berichtete, begann Swissquote Mitte 2017 damit, Bitcoin zu akzeptieren, nachdem die Schweizer Falcon Privatbank einen ähnlichen Schritt gemacht hatte.
Noch im selben Jahr hat das Unternehmen nach und nach vier weitere wichtige Währungen hinzugefügt, die es nun unterstützt. Diese sind Ripple , Ethereum , Litecoin und Bitcoin Cash (BCH). Swissquote verzeichnete innerhalb einiger Monate einen Gewinnzuwachs von 44 Prozent für das erste Halbjahr 2018. Dieser Aufschwung wurde auf den "Krypto-Boom" zurückgeführt.
Im Januar dieses Jahres hat die Falcon Privatbank damit begonnen, direkte Überweisungen und Depots für vier große Kryptowährungen, nämlich Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum und Litecoin, anzubieten. Damit sollten Blockchain-Vermögenswerte "vollständig bankfähig" gemacht werden.
Im Januar hat auch Vontobel, die größte private Investmentbank des Landes, eine Kryptodepot-Lösung für Banken und Vermögensverwalter herausgebracht.
Die Schweiz gilt als Pionier in Sachen Krypto-Verwendung auf staatlicher Ebene. Vor kurzem veröffentlichte die Finanzmarktaufsichtsbehörde Richtlinien für Unternehmen, die eine Fintech-Lizenz beantragen wollen.
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