Das Blockchain-Projekt Tezos scheint endlich anzulaufen, nachdem zwei Mitglieder des Vorstandes der Stiftung, unter anderem der Gründer und Präsident Johann Gevers, freiwillig zurückgetreten sind.
Laut einem Pressebericht vom 22. Februar werden sie von Mitgliedern aus der Tezosfamilie ersetzt.
Ryan Jesperson und Michel Mauny ergänzen nun mit Lars Haussmann, welchem am 31. Januar dazugeholt wurde, den Vorstand der Stiftung - pünktlich zum geplanten Launch des Tezos Netzwerkes.
“Im besten Interesse des Tezos Projektes haben Johann Gevers and Diego Olivier Fernandez Pons freiwillig beschlossen, sich aus dem Vorstand der Stiftung zurückzuziehen. Der Erfolg des Projektes steht an erster Stelle und sie werden Tezos auch in Zukunft weiter unterstützen. Wir danken beiden für ihr Engagement ”, sagt Jesperson in einer Presseerklärung.
Michel Mauny ist ebenfalls ein engagiertes Mitglied der Firma. Neben seiner Position im Vorstand von Tezos arbeitet er außerdem als Senior Researcher im Bereich Programmiersprachen für das französischen Institut Inria.
Tezos machte im Juli 2017 Schlagzeilen mit einem extrem erfolgreichen Initial Coin Offering (ICO). Kryptoinvestoren waren begeistert von dem Projekt und sagten dem Coin eine glorreiche Zukunft voraus. Im Austausch für die nativen Coins der Plattform, sogenannte "Tezzies", spendeten sie damals BTC and ETH.
Mit rund 188,5 Mio. Euro (232 Mio. US-Dollar) war das ICO das bis dato erfolgreichste in der Geschichte. Kurze Zeit später kam es jedoch zu heftigen Differenzen zwischen Arthur and Kathleen Breitman, den Initiatoren des Projektes und Inhabern der intellektuellen Eigentumsrechte an Tezo, sowie ihrem Fond Manager Gevers. Der Streit sowie diverse Anklagen gegen die Firma im Prozess verzögerten den Launch der Plattform bisher.
Die Breitmans erhielten Unterstützung von Jesperson, welcher zur Gründung der T2 Foundation betrug. Sie soll helfen, dem Projekt neues Leben einzuhauchen und die Kontrolle über Tezo zurückzugewinnen.
Der Launch scheint endlich in greifbare Nähe zu rücken. Anfang des Monats weigerte sich die amerikanische Börsenaufsicht (SEC) dem Anwalt David Silver Informationen zu Tezos zur Verfügung zu stellen, nachdem dieser auf den Freedom of Information Act (FOIA) geklagt hatte. Silver vertritt die Klägerseite in einer Anklage gegen Tezo vom November 2017.
Kathleen Breitman kündigte unterdessen auf einer Konferenz der UCLA vom 17.-18. Februar an, dass die Plattform und die Tokens in “wenigen Wochen” für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden.
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