UBS-Vorstand warnt Main-Street-Investoren vor Bitcoin zur Vermeidung von Schuldzuweisungen bei Börsenkrach

Axel Weber, der Vorstand der UBS Bank, die der größte Vermögensverwalter der Welt ist, hat am 23. Januar erklärt, dass er den Kunden der Bank nicht dazu rate, in Kryptowährungen zu investieren. Er unterscheidet dabei allerdings zwischen Firmen- und Privatkunden.

Auf dem World Economic Forum (WEF) in Davos sagte Weber gegenüber CNBC, dass man unterscheiden müsse, ob ein Firmenkunde in den Kryptomarkt eintreten will oder ob es ein Privatkunde ist, der das möchte.

"Es gibt einerseits die Firmenkunden. Wenn sie in Bitcoin investieren wollen - Bitteschön, sie sind erwachsen. Ich meine, sie wissen was sie tun, sie haben die Fähigkeit, das Risiko einzuschätzen."

Andererseits gibt es laut Weber Privatkunden - die oft auch als "Main-Street-Investoren" bezeichnet werden - die davor "geschützt" werden müssen, in den Kryptomarkt zu investieren, da man davon ausgehen muss, dass sie die Produkte nicht kennen.

Er machte auch eine Anspielung darauf, dass Banken beschuldigt wurden, komplexe Finanzprodukte an Kunden verkauft zu haben, bevor es 2008 zur Wirtschaftskrise kam. Weber sagte, dass er ein derartiges Szenario vermeiden möchte und Schuldzuweisungen zuvorkommen, falls der Kryptomarkt einen ähnlichen Zusammenbruch erlebt.

"Wenn es irgendwann einen Privatkunden geben sollte, der davon betroffen ist, wird wieder die Frage aufkommen, welche Bank es denn war, die ihm diese Produkte verkauft hat. Dann wird den Banken wieder die Schuld an dem gegeben, was passiert ist."

Im Januar diesen Jahres hat die North American Securities Administrators Association (NASAA), ein nordamerikanischer Verein für Wertpapier-Verwalter, und die US Securities and Exchange Commission (SEC), die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission, Main-Street-Investoren (also private Investoren) davor gewarnt, in Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) zu investieren. Als einen der Hauptgründe für diese Warnung nannte die NASAA die Tatsache, dass private Investoren nicht ausreichend über die Produkte informiert sind, in welche sie möglicherweise investieren.