Britische Krypto-Börse wird erste "physisch gelieferte" Bitcoin-Futures anbieten

Die britische Kryptowährungsbörse Coinfloor wird die weltweit ersten "physisch gelieferten" Bitcoin-Futures-Kontrakte im April 2018 auf den Markt bringen. Das geht aus der Aussage eines leitenden Angestellten gegenüber Reuters vom 14. März hervor.

Im Gespräch mit Reuters während der jährlichen Konferenz des Verbandes der Future-Industrie in Florida gab der Mitbegründer Mark Lamb bekannt, dass die Börse in Kürze eine spezielle Future-Börse namens CoinfloorEX eröffnen würde. Diese würde das bahnbrechende Produkt demonstrieren.

Die Börse bestätigte die Nachricht am Donnerstag, 15. März, auf Twitter.

"Physisch gelieferte" Bitcoin-Future-Kontrakte unterscheiden sich von den aktuellen Angeboten auf den US-Plattformen CBOE und CME Group dadurch, dass sie den zugrunde liegenden Vermögenswert BTC zum angegebenen Termin liefern, der beim Future angegeben ist. Nach dem aktuellen Modell hingegen, erhalten Investoren Dividenden in Fiat.

Dies beseitigt laut Lamb die Sicherheitsbedenken, die einige Quellen über Verträge mit Barausgleich geäußert haben. Denn diese könnten einer Preismanipulation unterliegen. Er sagte gegenüber Reuters:

"Wenn Sie mit den Liquiditätsanbietern sprechen, sagen alle dasselbe: Sie wollen einen physisch gelieferten Futures Contract, damit sie ihr Engagement bei den Börsen absichern können."

Es gibt Kritik von einigen Kommentatoren, die sagen, dass Investoren, die bis jetzt nur enttäuschende Erträge von den Futures Contracts erhielten. Doch in einem Interview mit Cointelegraph diese Woche sagte der CBOE-Direktor für Produktentwicklung Dennis O'Callahan, dass das Unternehmen fast 7000 von ihnen täglich handele.

"Es gibt ein großes Interesse daran, insbesondere aus dem Einzelhandel von einigen Einzelhandelsunternehmen", sagte O'Callahan über die anhaltende Nachfrage nach Kontrakten mit Barausgleich. "Und gefällt, was wir getan haben, und wir sind zufrieden mit dem Fortschritt, den das Produkt gemacht hat."