US-Softwareunternehmen Salesforce erhält Patent für Blockchain-Lösung gegen Spam

Das US-Softwareunternehmen Salesforce hat ein Patent zur Erkennung von Spam-E-Mails mittels Blockchain-Technologie erhalten. Die Patentanmeldung wurde auf der Webseite des US-Patent- und Markenamts (USPTO) am Dienstag, den 4. November, veröffentlicht.

Salesforce, das seinen Kunden eine Cloud-basierte Mailing-Plattform anbietet, patentierte eine Lösung, die es ermöglicht, zu erkennen, ob eine anfängliche E-Mail während des Versands geändert wurde. Darüber hinaus könnte das Blockchain-gesteuerte Programm dazu beitragen, die bestehenden Filter zu verbessern, die oft nicht zwischen Spam und regulären E-Mails, wie zum Beispiel Werbebriefen, unterscheiden können.

Im technischen Teil des Dokuments heißt es, dass der erste E-Mail-Nachrichtenserver eine ausgewählte Komponente der aktuellen Nachricht in einem Block aufzeichnet, um die Genehmigung weiterer Knoten zu erhalten. Damit soll die Echtheit der Nachricht sichergestellt werden. Wenn der zweite Server die Nachricht erhält, überprüft er den Blockchain-Datensatz, um festzustellen, ob Daten ersetzt wurden. Wenn die beiden Nachrichten übereinstimmen, wird die E-Mail als erwünscht markiert. Wenn der Inhalt geändert wurde, geht die Mail in den Spam-Ordner.

Obwohl sich das Patent speziell auf die Mailing-Plattform-Lösung bezieht, erklärt Salesforce, dass Blockchain auch Probleme mit der Authentizität von medizinischen Aufzeichnungen, Kopien von Bildungszeugnissen, Urkunden, Eigentumsrechten und juristischen Dokumenten lösen könne.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, versucht die E-Mail-Management-Plattform Credo ebenfalls, Spam mit Hilfe von Blockchain zu bekämpfen. 10 Prozent der Anteile des Projekts, das Token zur Überprüfung von Briefen verwenden möchte, wurde bereits 2017 vom Bitcoin-Investor Tim Draper erworben.

Andere US-Unternehmen haben aktiv Patente für verschiedene Blockchain-Lösungen angemeldet. Die International Business Machines Corporation (IBM) ist unter den größten Anbietern von Blockchain-bezogenen, patentierten Technologien. IBM hat bis zum 31. August insgesamt 89 Blockchain-Patente angemeldet. Nur der chinesische Riese Alibaba hat IBM mit 90 Patentanmeldungen überholt.

Das jüngste Patent, das IBM angemeldet hat, soll dabei helfen, besser zwischen Augmented Reality (AR)-Objekten in Videospielen und realen physischen Orten unterscheiden zu können. Laut dem Dokument würde eine Blockchain-Standortdatenbank es mobilen Geräten ermöglichen, ein Signal zu erhalten. Dieses liefere die Information, ob ein bestimmter Standort in der AR-Welt unerwünscht ist.