Der US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Mittwoch vor dem Kongress aus und bekräftigte, dass die USA die durch Beschlagnahmung von Vermögenswerten erworbenen Bitcoins (BTC) vorerst nicht verkaufen werden, aber private Banken auch nicht anweisen werden, im Falle eines anhaltenden Kurseinbruches weitere BTC zu kaufen.
Der kalifornische Kongressabgeordnete Brad Sherman, ein wichtiger Kritiker von Bitcoin und Kryptowährungen, fragte Bessent dahingehend direkt: „Haben das Finanzministerium oder die verschiedenen Arme des Marktausschusses der US-Notenbank die Befugnis, Bitcoin zu retten?“
Sherman fragte Bessent daraufhin, ob er womöglich vorhabe, Privatbanken anzuweisen, mehr BTC oder „Trump Coin“ zu erwerben, eine Anspielung auf Memecoins, die mit US-Präsident Donald Trump in Verbindung stehen, indem er die Mindestreserveanforderungen für Banken ändert, damit diese mehr kaufen können. Bessent antwortete:
„Ich bin Finanzminister. Ich habe nicht die Befugnis, dies zu tun, und als Vorsitzender des Financial Stability Oversight Council (FSOC) habe ich diese Befugnis ebenfalls nicht.“

Bessent fügte hinzu, dass der Wert der von der US-Regierung beschlagnahmten Bitcoin im Wert von 500 Millionen US-Dollar während der Verwahrung auf über 15 Milliarden US-Dollar gestiegen sei.
Die Aussage steht vor dem Hintergrund der strategische Bitcoin-Reserven, die Trump im März 2025 per Durchführungsverordnung ins Leben gerufen hat. Die Verordnung stieß jedoch bei einigen Mitgliedern der Bitcoin-Community auf Kritik, da sie ihrer Meinung nach nicht weit genug ging.
Bitcoin-Käufe höchstens über kostenneutrale Wege
Die Verordnung von Trump sah vor, dass die USA nur durch Vermögensbeschlagnahmungen oder haushaltsneutrale Strategien weitere BTC für die strategische Reserve erwerben durften.
Kostenneutrale Methoden verursachen keine zusätzlichen Ausgaben im US-Haushalt und umfassen die Umwandlung anderer bestehender Reservevermögen wie Erdöl oder Edelmetalle in Bitcoin.
Das bedeutet, dass die US-Regierung keine zusätzlichen BTC auf dem offenen Markt erwerben wird, wie viele in der Bitcoin-Community gehofft hatten.

Im August 2025 erklärte Bessent allerdings, das Finanzministerium prüfe den Erwerb von BTC durch haushaltsneutrale Methoden und ruderte damit gegenüber früheren Äußerungen zurück.
Die aktive Käufe von BTC durch die US-Regierung würden spürbare Nachfrage nach der Kryptowährung schaffen, was laut Bitcoin-Befürworter Samson Mow zu einem Anstieg der Kurse führen und möglicherweise ein Signal an andere Nationalstaaten senden könnte, eigene strategische Reserven anzulegen.

