Venezuela: Präsident Maduro bewirbt Bitcoin-Wallet Trezor im Fernsehen

Am 6. November ging Nicolas Maduro, der Präsident von Venezuela, auf dem staatlichen Fernsehsender Venezuelan Television Corporation (VTV) auf Sendung und hielt ein Krypto-Hardware-Speichergerät in der Hand, das vom großen Wallet-Anbieter Trezor entwickelt worden sein soll. Das Video wurde auf der offiziellen Facebook-Seite von Präsident Maduro veröffentlicht.

Trezor sagte, dass das die Trezor-Vertreter dem Unternehmen, die neben Maduro im venezolanischen Fernsehen aufgetreten sind, nicht bekannt seien.

Trezor untersucht den Vorfall

In dem Nachrichtensegment mit dem Titel "Private Kryptowährungs-Unternehmen sind in Venezuela tätig", traf Maduro mutmaßliche Unternehmensvertreter von Trezor in Venezuela, dem Unternehmen Trezorvenezuela.

Diese Firma hat eine Facebook-Seite und ein Konto auf Instagram, wo sie auf die offizielle Webseite von Trezor, nämlich trezor.io, verweist.

Social-Media-Berichten zufolge dementierte das offizielle Trezor-Konto auf Twitter, dass das auf VTV vorgestellte Unternehmen mit Trezor offiziell in Verbindung stehe.

Das tatsächliche Unternehmen sagte dazu, dass es keine offiziellen Vertriebspartner in Venezuela hätte. Es hätte von diesem Vorfall nichts gewusst. In einem Tweet am 7. November sagte Trezor, dass das Unternehmen das untersuchen würde:

"Wir wollen klarstellen, dass wir in Venezuela keine offiziellen Vetriebspartner haben (http://trezor.io/resellers/) und auch nichts von dieser Technologiemesse wissen. Wir untersuchen diesen Vorfall."

In Kommentaren hieß es, dass das Unternehmen, das auf VTV erschien, offenbar ein nicht lizenzierter Vertriebspartner von Trezor sei.

Trezor: Offizielle Stellungnahme

Nachdem Cointelegraph diesen Artikel veröffentlicht hatte, gab Trezor eine offizielle Stellungnahme heraus, um zu bestätigen, dass Trezor und Satoshilabs am 6. November nicht an Maduros Krypto-Messe in Caracas teilgenommen hätten. In einem Blogbeitrag erklärte das Unternehmen, dass Trezorvenezuela ein autorisierter Vertriebspartner von Trezor sei. Die Basis für diese Beziehung sei eine Vereinbarung aus dem dritten Quartal 2018 gewesen. Trezor nahm die Firma im Juni 2019 aufgrund von Inaktivität allerdings von der Liste der autorisierten Vertriebspartner. Trezor schränke jedoch den Verkauf von Trezor-Produkten durch Trezorvenezuela in keiner Region ein, so das Unternehmen weiter.

Außerdem machte Trezor seine Haltung gegenüber der politischen Situation in Venezuela nochmals klar. Das Unternehmen erklärte, dass Trezor und Satoshilabs "keine Verbindung zu politischen Personen, die in Venezuela oder einer anderen Region im Amt ist oder war" hätten. Im Mai 2019 stellte Trezor seinen Freunden von der gemeinnützigen Organisation Bitcoin Venezuela 150 Trezor One zur Verfügung, die ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden sollten, wie das Unternehmen noch hinzufügte.

Maduro treibt Akzeptanz des Petro bei Veranstaltung voran

Nach dem Start der an Öl gekoppelten Kryptowährung Petro (PTR) im Februar 2018 in Venezuela, hat Maduro im Juli 2019 einer der führenden Banken des Landes, die Banco de Venezuela, offiziell angeordnet, den PTR zu akzeptieren.

Einem Bericht der venezolanischen Zeitung El Universal vom 6. November zufolge veranstaltete Maduro eine Konferenz bei der Banco de Venezuela. Dabei wurden Maßnahmen diskutiert, um die Akzeptanz der Kryptowährung Petro stärker zu fördern. Auf der Veranstaltung erklärte Maduro die Vorgehensweise, um Produkte mit dem Petro zu verkaufen und zu kaufen.

Hinweis: Cointelegraph hat diesen Artikel aktualisiert. Er enthält nun auch die offizielle Stellungnahme von Trezor zu diesem Thema.