Videospiele und Blockchain: Neue Erfahrung für Spieler oder höhere Profite für Entwickler?

Krypto-Videospiele sind endlich angekommen! Oder eben nicht. Über die letzten Monate hat sich ein immer stärker anschwellender Strom an neuen Computerspielen gebildet, die auf die ein oder andere Art Kryptowährungen in ihr Konzept mit einbeziehen. Trotz der hohen Frequenz nutzen allerdings nur wenige tatsächlich die Mechaniken von Ethereum oder Bitcoin, um eine dezentralisierte Spielerfahrung zu bieten.

Tatsächlich könnte ein Großteil der Neuerscheinungen ohne mit der Wimper zu zucken als traditionelles Spiel durchgehen, da Kryptowährungen oder Blockchain nur als ein Zusatz zu den bestehenden Spieldynamiken und Genres verwendet werden - anstatt fundamental die Funktionsweise zu verändern. Blockchain Game, Alien Run, Miner Simulator, Itadaki Dungeon und Spells Of Genesis sind aktuell die fünf beliebtesten Spiele mit Krypto-Bezug im Google Play Store nach ihrem Nutzerrating. Und alle fünf würden auch ohne irgendeine Art von Krypto- oder Blockchain-Element einwandfrei funktionieren.

TOP 5 KRYPTO-GAMES IM GOOGLE PLAY STORE

Die Kontinuität zeigt allerdings, dass solche Elemente problemlos zu Videospielen hinzugefügt werden können, ohne zu tangieren, was diese an erster Stelle spaßig macht. Zu den beliebtesten Genres, die eine Art Krypto-Schicht hinzugefügt haben, zählen (dreidimensionale) Puzzles, Strategiespiele, 2D Racers, 2D Platformers und Handelsspiele.

Diese Vielfältigkeit suggeriert, dass es kaum Grenzen oder Unterscheidungen bei der Art von Spielen gibt, die "auf die Blockchain" verlegt werden können. Dennoch, aktuell kann der Nutzen von Krypto in Videospielen noch in drei klare Kategorien unterteilt werden: Krypto als Belohnung fürs Spielen, als spielerische Werbemaßnahme oder als tatsächlicher Spielverlaufmodifizierer. Wie der folgende Überblick der aufstrebenden Krypto-Spielindustrie zeigt, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die dritte Kategorie dominiert.

Eine schnelle Geschichtsstunde

Krypto-basierte Spiele existieren schon seit Längerem, auch wenn sie erst Ende des letzten Jahres mit CryptoKitties wirklich bekannt wurden. CryptoKitties - für die, die es verpasst haben - ist ein Katzenzucht-Spiel, das die Ethereum-Blockchain verwendet, um die sogenannten Krypto-Katzen zu handeln und deren Besitzrecht zu verifizieren. Das erste Spiel jedoch, das einen legitimen Grund hatte, sich als "Krypto-Spiel" zu bezeichnen, war Dragon’s Tale, ein massives Multiplayer-Online-Rollenspiel (MMORPG), bei dem Spieler echte Bitcoins auf die Ergebnisse einer Reihe von Minigames setzen konnten. Dragon's Tale kam am 12. Juli 2013 als eine Betaversion auf den Markt, wurde aber bereits 2010 von dem Spieleentwickler Andrew Tepper skizziert. Es spielt in einer offenen 3D-Welt, in der die Spieler diverse Minispiele spielen können, um beispielsweise nach Dracheneiern zu suchen, Kühe zu züchten oder Affenrennen zu veranstalten. Auch wenn das Spiel Bitcoin nicht auf eine fantasievollere Art und Weise nutzt, als den Coin als Spielchip zu verwenden, hat es der Welt zumindest gezeigt, dass Kryptowährungen und Videospiele vereinbar sind. Das Spiel wird heute noch gespielt.

Dragon’s Tale

Die fantastische Welt von Dragon’s Tale. © eGenesis

Ein noch bedeutenderes Spiel war Huntercoin, ein weiteres MMORPG, das als Prototyp erstmals September 2013 auf den Markt kam. Betrieben auf der Namecoin-Blockchain ermöglichte es Spielern das Minen der spielinternen Kryptowährung (HUC) durch das Finden von Coins in der fantasievollen Spielewelt. Diese können dann zu einer von diversen, zufällig generierten "Bank" gebracht werden, welche die HUC-Coins in die echten Krypto-Wallets der Spieler überweisen. Huntercoin hat seit seiner ersten Veröffentlichung turbulente Zeiten mitmachen müssen. Im Februar 2014 verstarb der Mitschöpfer Mikhail Syndeev und der Code des Spiels wurde 2016 in den vorgelagerten Bitcoin-Kerncode übertragen, allerdings ist das Spiel immer noch beliebt, was die andauernde Faszination für seine dezentralisierte Spielwelt und ihre Mechaniken verdeutlicht.

Obwohl bewiesen wurde, dass ein Spiel funktionieren kann, ohne von der direkten Kontrolle einer zentralen Instanz abhängig zu sein, hängt der Rest der Welt mit Neu- und Weiterentwicklungen dieser Idee hinterher. Wie vorherzusehen war, erschienen 2013 und 2014 einige intuitive Bitcoin-basierte Glücksspielwebseiten, wie SatoshiDice, BitZino, Bitino und Bit777 - auch wenn diese keine echten Videospiele darstellen. Auch eine Reihe von Token wurde kurzzeitig als Belohnung für Onlinespieler angeboten, wie beispielsweise die HYPER-Währung, die Mitte 2014 angeboten wurde, als das Währungsteam Counter Strike- und Minecraft-Server vorstellte. Aber lange gab es nur wenige Spiele, die speziell für eine Kryptowährung oder eine Blockchain entwickelt wurden, obwohl im Jahr 2015 eine bescheidene Zunahme von Spielen festgestellt werden konnte, die Kryptowährungen als Belohnung für Spiel oder als Zahlungsmittel anbieten. Solche Spiele sind beispielsweise TurboCharged, der Platformer FlapPig, oder sein Gegenstück SaruTobi. Wie die Spiele vor und nach ihnen auch, verkaufen sich die Spiele gerne als "kostenlos", allerdings können innerhalb der App Gadgets dazugekauft werden. Während auch sie die Technologie der Kryptowährung noch nicht einmal besonders fantasievoll nutzten, deutetet ihre wachsende Anzahl zumindest darauf hin, dass die Idee, Kryptowährungen in Videospielen zu verwenden, sich steigender Beliebtheit erfreut.

Dies schien auch 2016 der Fall zu sein, als die Anzahl an Spielen, die Kryptowährungen und Blockchains mit einbeziehen, plötzlich sprunghaft anstieg. Neben der steigenden Anzahl von Spielen, die Bitcoin-Belohnungen anbieten - wie zum Beispiel Grabbit und BitQuest - wurde im September 2016 des beliebten Karten-Handelsspiels Spells of Genesis veröffentlicht. Entwickelt von der Schweizer Firma EverdreamSoft mit einer eigenen BitCrystals-(BCY)-Währung, signalisierte das Spiel einen Wendepunkt: es nutze die Bitcoin-Blockchain nicht nur, um die sammelbaren Karten zu speichern, sondern auch, um deren Authentizität zu verifizieren. Basierend auf diesem Durchbruch wurden 2017 das Tauschkartenspiel Force of Will und das Echtzeit-Strategiespiel Beyond the Void entwickelt. Letzteres wurde als offene Betaversion im April 2017 vorgestellt, welche die Ethereum-Blockchain verwendet, um die eigene Nexium-(NXC)-Währung zu minen. Diese Nutzungsweise wurde von dem inzwischen berühmten Spiel CryptoKitties kopiert, das in wenigen Wochen nach der Vorstellung am 28. November zur größten dApp auf Ethereum avancierte.

AllMine - Alles Meins? Oder alles deren?

Obwohl CryptoKitties im Dezember 2017 einen Konzeptnachweis (PoC) erbringen konnte, dass Blockchain und Kryptowährungen für eine neuartige Spielerfahrung genutzt werden können - beispielsweise das Züchten/Handeln von einzigartigen digitalen Haustieren - geht es bei Kryptowährungen eingebaut in Spielen weiterhin hauptsächlich um die Bezahlung bzw. Belohnung von Spielbemühungen.

Das beste Beispiel ist AllMine, ein Puzzlespiel à la Candy Crush, das in Q3 2018 für PCs auf den Markt kommen soll. AllMine wurde von dem kalifornischen Startup MyDream Interactive entwickelt und besteht aus drei, miteinander verknüpften Teilspielen, wobei das erste (Minispiel-basierte) Unterspiel den Spielern das Recht verleiht, im zweiten Mining-Unterspiel zu spielen. Wie der Name andeutet, stimmen die Spieler des Minispiels mit ihrer Teilnahme zu, dass ihr Computer für das Mining von "Jewelz" verwendet wird, der Kryptowährung, die speziell für AllMine erschaffen wurde.

AllMine

Spieler müssen passende Icons verknüpfen in AllMine © MyDream Interactive

Ein Teil des Erlöses aus diesem Mining-Prozess - das viel weniger ressourcenintensiv ist als bei Bitcoin - wird an die Spieler selbst ausgezahlt, während der andere Teil an die Entwickler geht, die ihren Anteil auf unterschiedliche Art zurück in das Spiel fließen lassen - etwa für die Entwicklung von Updates, oder um Jewelz als einen Anreiz anzubieten, das Spieler weiterhin spielen/minen. Die Spieler haben die Möglichkeit, Jewelz für andere Kryptowährungen oder Fiat-Geld einzutauchen. Hier wird es allerdings interessant, denn sie können ihre Coins auch nutzen, um Einkäufe in dem dritten Teilspiel durchzuführen.

Dieses dritte Unterspiel beinhaltet das Erbauen von "Utopias" (Gehöft-Siedlungen) und deren Befüllung mit "Adoraboos", niedlichen mythischen Kreaturen, die Spieler bereits während des Mining-Unterspiels sammeln und welche sie im dritten Teilspiel füttern und unterhalten können. Die Utopias können nicht nur geupgraded werden, sondern Spieler können andere Spieler - im Pokémon-Style - zu Duellen herausfordern. Der Gewinner dieser Duelle wird mit einem Upgrade für sein Utopia belohnt, während der Verlierer kein Upgrade erhält und drei Tage nach nicht auf sein Utopia zugreifen kann.

Adoraboo

Adoraboo-Fang in ©MyDream Interactive

Bis hierhin ist es, generisch, aber interessant - oder je nach Ansichtssache manipulativ - dass Spieler, die ihre Utopias upgraden, eine höhere Chance bei Duellkämpfen haben und so zu einer Art "Pokémaster" (bzw. Adoraboo-Master") zu werden, auf den ihre Freunde eifersüchtig sein können. Natürlich ist die einzige Möglichkeit, seine Utopias ein Level höher zu kriegen, die Jewelz auszugeben, was im Grunde bedeutet, dass sehr motivierte AllMine-Spieler nicht wirklich an dem Spiel verdienen, da die mein Mining erwirtschafteten Gewinne in Jewelz direkt wieder zurück in das Spiel investiert werden, um die Utopias zu verbessern und selbst zu einer unaufhaltbaren Kampfmaschine zu werden.

Ähnliche Belohnungssystem - die dem Spieler einen Krypto-artigen Preis vor die Nase halten, nur um ihn mit einer verlockenden Ausgabemöglichkeit abzuzocken - findet man überall. Im März kam beispielsweise das Spiel Itadaki Dungeon auf den Markt, ein Top-Down-2D-Abenteuer, in dem Spieler mBTC (Milli-Bitcoin) finden und verdienen können, aber auch In-App-Käufe verschiedener Gegenstände für diejenigen Spieler anbieten, die ihre Chancen auf Fortschritte im Spiel erhöhen möchten. Ebenso Reality Clash, das "Ende 2018" auf den Markt kommen soll. Dabei handelt es sich um einen First Person Shooter (FPS), bei dem Spieler echtes Geld mit den Waffen verdienen können, die sie für Reality Cash Gold Coins (RCC) verkaufen. Sie müssen jedoch leider zuerst RCC kaufen, um diese Waffen erwerben zu können, was darauf hindeutet, dass die endgültige Kauf-Verkaufs-Bilanz positiv für die Spielemacher ausfallen wird.

Der Bitcoin-Tourbus

Die Anzahl an Spielen, die Krypto-Belohnungen anbieten und entweder noch verfügbar sind oder demnächst veröffentlicht werden - beispielsweise CryptoPop -, ist gering, abgesehen von einigen frühen Beispielen, die jetzt nicht mehr in Kryptowährungen auszahlen, wie das in der Schweiz hergestellte Bitcoin Bandit. Allerdings wird es in Zukunft reichlich Auswahl geben. Eine Vermutung, die sich aus der großen Menge an Unternehmen ableiten lässt, die Plattformen anbieten, um Spielentwicklern zu ermöglichen, Krypto-Belohnungssysteme in ihr Produkt mit einzubauen.

Japans Internetdienstleistungsunternehmen GMO kündigte kürzlich eine "Bitcoin-basierte Applikation für spielinterne Belohnungen" für August an, wobei ein Spiel (Whimsical War) sich bereits für die Nutzung der App nach Veröffentlichung angemeldet hat. Auch Kik schloss sich im März mit einem ähnlichen Anliegen die Unity Technologies zusammen. Das Team will ein Software-Entwicklungskit (SDK) für seine Kryptowährung Kin entwickeln und Spieleentwicklern so ermöglichen, Kin an Belohnung-Token in ihren Spielen zu verwenden.

Dies wird auch möglich sein, durch die angekündigten Plattformen von Tap Project und Nitro . Nitro beispielsweise will das gesamte Spielindustrie-Ökosystem tokenisieren, sowie eine spezielle spielinterne Belohnung für Spieler über die NIX-Kryptowährung bereitstellen. Durch solche Plattformen wird die Videospielindustrie ihre eigenen ICO-Momente erleben (Initial Coin Offering), die den Entwicklern mehr Sponsoren- und Finanzierungsmöglichkeiten - oft durch die Spieler selbst - bieten werden, als es in der Vergangenheit der Fall war.

Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass Entwickler bzw. Unternehmen, die Krypto-basierte Ökosysteme für Spiele kreieren wollen, die Spieler und die Entwickler gleichermaßen belohnen, jenen zum Opfer fallen, die sich nur am Krypto-Hype bereichern wollen. Die Long Blockchain Corp. beispielsweise hat ihrem Spiel schlicht Bitcoin für die Krypto-Assoziation hinzugefügt, ohne, dass dies vom Aufbau des Spieles her viel Sinn ergibt. Action-RPG Imperatum stellte im Januar ein stylisch betiteltes "Krypto Update" mit einem "Bitcoin-Modus" vor, bei dessen Aktivierung das Erscheinen von Items in einer höheren Frequenz geschieht und Gegner mit der Wertsteigerung von BTC an Boshaftigkeit gewinnen. Egal wie "neuartig" das auf den ersten Blick wird, zerstört der Zusatz möglicherweise den Spaßfaktor des Spiels, wenn BTC-Preise einbrechen oder in ungeahnte Höhen schießen.

Imperatum

Imperatum Screenshot ©Pro Social Games LLC

Im April veranstaltete SuperFly Games Ltd etwas Ähnliches mit Crypto Rider, einem in der Presse heiß debattierten 2D-Autofahrtspiel, in welchem Spieler neben den historischen Preischarts von diversen Kryptwährungen vorbeirasen können. Seine Höhen und Tiefen erweisen sich eine Zeit lang als spaßig, aber wie Imperatum sind die essentiellen Funktionsweisen von Blockchains und Kryptowährungen nicht in die spieleigenen, inneren Funktionsweisen eingebaut, es sei denn, volatile Preisschwankungen werden als essentiell für Bitcoin und Co. angesehen.

Ein weiteres Spiel, das auf den Bitcoin-Tourbus für Werbezwecke aufsprang, war das Puzzlespiel Montecrypto: The Bitcoin Enigma, das vor seiner Markteinführung im Februar genau einen Bitcoin (damals etwa 8.381 Euro wert) für den ersten Spieler versprochen hatte, der die 24 kniffligen Puzzles des Spiels lösen kann. Auch wenn das vermutlich eine willkommene Prämie für das Team war, das diese Herausforderung am 24. April mit Erfolg bewältigte (ein BTC war zu diesem Zeitpunkt rund 8.131 Euro wert), ist offensichtlich, dass diese Einmalzahlung wenig mit dem Spiel an sich zu tun hat, das weiterhin gespielt werden kann - allerdings ohne Krypto-Belohnung.

Menschliches Mining

Nach diesen zwei Abschnitten, die verdeutlichen, dass Kryptowährungen von Entwicklern hauptsächlich als Prämien, Anreize oder für Werbezwecke verwendet werden - was natürlich auch außerhalb der Videospielindustrie sehr beliebt ist - scheint es wenig Hoffnung für alle zu geben, die darauf warten, dass die tatsächliche Technologie hinter Kryptowährungen auf eine bedeutende Art und Weise in Videospiele eingebaut wird. Glücklicherweise gibt es einige Anzeichen dafür, dass diese Technologie das intrinsische Gameplay und die Funktionsweise einiger Spiele verändert hat und dies in Zukunft möglicherweise in einem größeren Maßstab weiterführen wird.

Zu Anfang, das schmerzhaft vertraute CryptoKitties-Spiel, das ohne die Ethereum-Blockchain nicht dasselbe wären, da sie letzteres verwendet, um sicherzustellen, dass die digitalen Katzenspieler absolut einzigartig sind, zu "100 Prozent" das Eigentum des Spielers sind nicht reproduziert, gelöscht oder beschlagnahmt werden können. Es gibt auch das sehr ähnlich aufgebaute CryptoFighters, ganz zu schweigen von UnicornG und Tencents Let's Hunt Monsters, dessen Konzept fast das gleiche ist, abgesehen davon, dass die Spieler mit ihren einzigartige Kämpfern zu Duellen antreten, die sie von einem offiziellen Marktplatz kaufen - was das Spiel zu einem weiteren Beispiel für eine Krypto-fähige Cash-Kuh machen.

Was Spiele anbelangt, die Blockchains und Kryptowährungen nicht nur nutzen, um einzigartige Charaktere zu erschaffen, die komplett im Besitz des Spielers sind, gibt es noch wenige. Ein Spiel allerdings lässt hoffen, dass die Entwickler der Zukunft ab und zu doch originelle Ideen verwirklichen, wie sie Kryptowährungen mit Videospielen vereinen können. Die Rede ist von dem zuvor genannten Huntercoin, einem Hybriden auf Kryptowährung und dezentralisiertem MMORPG, der der Öffentlichkeit im Februar 2014 von einem Freizeitentwickler vorgestellt wurde und der aufgrund seiner einzigartigen Dynamik für eine Art subtilen Kult-Buzz unter seinen Nutzern sorgt. Was das Spiel unterscheidet, ist, dass es das erste Beispiel für "menschliches Mining" liefert, indem Spieler die HUC-Kryptowährung des Spiels dadurch minen, dass sie durch das massive MMO-Spiel wandern und die Coins finden. Es ist auch das erste Beispiel für einen ehrlich dezentralisierten Spielserver, wobei die Entwickler die Art und Weise, wie sich das Spiel entfaltet, nicht beeinflussen können - es sei denn, sie würden den zugrunde liegenden Code verändern.

Huntercoin

© huntercoin.org

Aufgrund seiner hobbyistischen Herkunft und seiner dezentralen Existenz als Ableger der Namecoin-Blockchain war Huntercoin zunächst ein fehlerhafter Touchbuggy, zeigte aber schnell, dass es möglich ist, Blockchain- und Kryptowährungen in das Kernkonzept eines Videospiels einzubauen.

Ob die Spielindustrie ihre frühen Versprechen wahr werden lassen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass mit der zunehmenden Verbreitung und Beliebtheit solcher Spiele wie CryptoKitties, AllMine, Blockchain Game und Huntercoin, Kryptowährungen eines Tages zu einem integralen Bestandteil von Videospielen werden könnten.