Walmart setzt IBM Blockchain zum Tracking von indischen Meeresfrüchten ein

Der amerikanische Lebensmittelkonzern hat sich mit IBM zusammengetan, um die eigene Lieferkette für Shrimps per Blockchain-Technologie „tracken“ zu können.

Wie die indische Wirtschaftszeitung LiveMint am 4. Oktober berichtet, will Walmart die Blockchain-Technologie einsetzen, um die aus Indien angelieferten Shrimps nachverfolgbar zu machen, die wiederum in einigen Filialen der zugehörigen Großhandelskette Sam’s Club vertrieben werden sollen.

Wie es heißt, wird die Blockchain-Technologie damit erstmals eingesetzt, um Shrimp-Exporte von indischen Lieferanten an Händler in den USA nachzuverfolgen. John Connelly vom amerikanischen Fischereiverband meint in diesem Zusammenhang:

„Meeresfrüchte sind einer der am meisten gehandelten Rohstoffe auf der Welt, allerdings ist die Lieferkette von Meeresfrüchten komplex und weitreichend, was die Entwicklung von technologischen Tracking-Programmen umso wichtiger macht. Es ist erfreulich, dass ein großer Lebensmittelkonzern wie Walmart sich nun auch an der Blockchain-Technologie ausprobiert.“

Um die eigene Supply-Chain für Shrimps nachverfolgbar zu machen, hat sich der Lebensmittelkonzern mit der Blockchain-Plattform IBM Food Trust zusammengetan. Dadurch werden nun die Produkte des indischen Shrimps-Lieferanten Sandhya Aqua getrackt, was den Endkunden wiederum die Möglichkeit gibt, die Lieferkette detailliert nachzuvollziehen.

Shrimps sind das größte indische Lebensmittel-Exportgut, wobei die USA der wichtigste Abnehmer sind, da allein hier 46% der indischen Shrimps abgesetzt werden. Wie LiveMint berichtet, kann die Blockchain-Technologie den indischen Shrimp-Produzenten dabei helfen, die strengen Lebensmittelstandards der USA leichter einhalten zu können und dadurch das Vertrauen der amerikanischen Kunden zu gewinnen.

Walmart nutzt die Blockchain-Technologie schon zum Tracking von anderen Lebensmitteln, zum Beispiel in China. Die Technologie ermöglich es besonders Handelsketten, ihre Lieferketten leichter nachvollziehbar zu machen, was unter anderem auch den Rückruf von Lebensmitteln oder sogar Medikamenten deutlich vereinfacht.

IBM Tracking-Plattform findet immer mehr Annahme

Wie Cointelegraph im September berichtet hatte, haben sich mehrere Kaffeeproduzenten mit dem Startup Farmer Connect zusammengetan, das seinerseits Tracking-Lösung entwickelt. Die Partnerschaft greift ebenfalls auf die IBM Food Trust Blockchain-Plattform zurück, um die Lieferkette der Kaffeeproduktion tracken zu können.