Yale Research präsentiert Faktoren für Krypto-Preisvorhersage

Yale University Finanzexperten haben ein System von Faktoren vorgeschlagen, um die Preisentwicklung in den wichtigsten Kryptowährungen vorherzusagen, so eine offizielle Mitteilung von YaleNews vom 6. August.

Die neue Studie wurde von dem Yale-Ökonomen Aleh Tsyvinski und Yukun Liu, einem Doktoranden am Department of Economics, durchgeführt und ist angeblich die "erste umfassende ökonomische Analyse von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie".

In dem Papier schlagen die Autoren vor, einen "Risk-Return-Tradeoff" von wichtigen Krypto-Währungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) anhand ihrer historischen Leistungsdaten zu nutzen.

Die Experten analysierten dazu das Verhalten von Bitcoin zwischen 2011 und 2018, während die Daten von Ripple und Ethereum seit ihren Anfängen im Jahr 2012 bzw. 2015 zurückverfolgt wurden.

In der Studie stellten Tsyvinski und Liu fest, dass Kryptowährungen "keine Exponierung" gegenüber den meisten gängigen Aktienmärkten haben, ebensowenig gegenüber Renditen von Währungen und Rohstoffen und makroökonomischen Faktoren. Stattdessen behaupten die Forscher, dass "Kryptowährungsrenditen durch Faktoren vorhergesagt werden können, die spezifisch für Kryptowährungsmärkte sind".

Zu diesen Faktoren soll etwa ein "starker Zeitreihen-Momentum-Effekt" gehören. Tsyvinski und Liu argumentieren, dass, wenn der Preis von Bitcoin über eine Woche steigt, er wahrscheinlich in der folgenden Woche weiter wächst. Die Forscher stellen fest, dass ein starker Anstieg des Preises von Bitcoin eine höhere Nachfrage auf dem Markt stimuliert, was zu größeren Investitionen führt. Die Studie sagt, dass der "Momentum-Effekt" bei Bitcoin stärker, bei Ethereum und Ripple aber "noch statistisch signifikant" war.

Neben dem Momentum-Effekt erwähnen die Yale-Forscher auch den Faktor der Anleger-Aufmerksamkeit, der eine Korrelation zwischen den Krypto-Preisen und der Anzahl der Beiträge und Anfragen nach Krypto-Währungen in Social Media und Suchmaschinen darstellt. Letztendlich sagt Tsyvinski:

"Alles kann passieren. Vielleicht werden sich die statistischen Muster, die wir finden, völlig ändern. Vielleicht wird Bitcoin morgen von den Behörden verboten, vielleicht wird es komplett gehackt, es gibt viele Dinge, die man berücksichtigen müsste."