Amazon kündigt zwei Blockchain-Produkte an: Quantum Ledger und Managed Blockchain

Der E-Commerce-Riese Amazon kündigte in einer Pressemitteilung vom 28. November, die Cointelegraph vorliegt, zwei neue Dienste an. Diese heißen Amazon Quantum Ledger Database (QLDB) und Amazon Managed Blockchain.

QLDB ist eine Ledger-Datenbank, die transparente, unveränderliche und kryptographisch verifizierbare Transaktionsprotokolle anbietet, die von einer zentralen, vertrauenswürdigen Stelle überwacht werden. Alle Änderungen sollen in der Chain aufgezeichnet werden. Das neue Produkt sei auch in der Lage, zwei- bis dreimal so viele Transaktionen automatisch zu skalieren und auszuführen als bereits bestehende Produkte.

Andy Jassy, der CEO von Amazon Web Services (AWS), sagte Berichten zufolge, das Produkt werde "wirklich skalierbar sein, man hat damit einen viel flexibleren und robusteren Satz von APIs [Anwendungsprogramm-Schnittstellen]. Damit kann jede Art von Änderungen oder Anpassungen an der Ledger-Datenbank vorgenommen werden". Auf der Webseite des Produkts gibt es von Amazon eine umfassendere Beschreibung des neuen Dienstes:

"Mit QLDB ist der Änderungsverlauf Ihrer Daten unveränderlich - er kann nicht geändert oder gelöscht werden. Und mittels Kryptographie können Sie ganz leicht überprüfen, ob es unbeabsichtigte Änderungen an den Daten Ihrer Anwendung gab."

Neben QLDB kündigte Amazon auch das Produkt AWS Managed Blockchain an, das mit QLDB betrieben werden kann, so dass Benutzer ein skalierbares Blockchain-Netzwerk anpassen und verwalten können. Berichten zufolge soll das Produkt automatisch je nach den Anforderungen der bestimmten Anwendungen eine Skalierung durchführen und wird bei der Verwaltung von Zertifikaten, der Einladung neuer Benutzer zum Netzwerk und der Nachverfolgung von beispielsweise Speicherressourcen und Rechnernutzung eingesetzt.

Anfang des Monats erhielt Amazon zwei Patente im Zusammenhang mit Verfahren zum Schutz der Integrität digitaler Signaturen und zur Verbesserung der verteilten Datenspeicherung. Das erste Patent beschreibt ein "Signaturdelegationsverfahren" zum "Schutz der Integrität digitaler Signaturen und verschlüsselter Kommunikation". Das zweite schlägt eine "Rasterkodierungstechnik" für die verteilte Datenspeicherung vor, indem Gruppen von gesammelten "Shards" (engl. "Bruchstücke") verwendet werden. Dabei stellt jedes Shard eine logische Verteilung von Datenelementen dar, die in einem bestimmten Raster gespeichert sind.

Ebenfalls in diesem Monat haben AWS und Blockchain-Start-up Kaleido von ConsenSys eine Full-Stack-Plattform namens Kaleido Marketplace lanciert, die Unternehmen bei der Implementierung von Blockchain-Lösungen unterstützt. Die Plattform "eliminiert 80 Prozent des benutzerdefinierten Codes", der für die Erstellung eines bestimmten Blockchain-Projekts benötigt wird, indem sie eine Reihe von Full-Stack-Tools und -Protokollen zur Verfügung stellt. Man kann sie ganz einfach verwenden ("Plug-and-Play") und sie decken alle nötigen Funktionen von der Backend-Entwicklung bis hin zu Frontend-App-Benutzeroberflächen ab.