Apple-Mitgründer: Blockchain ist eine interessante Technologie, aber noch nicht marktreif

Apple-Mitgründer Steve „Woz“ Wozniak hat sich positiv zur Blockchain-Technologie in seiner Eröffnungsrede auf der größten IT-Konferenz Europas “We Are Developers” geäußert. Die Konferenz begann heute, 16. Mai, in Wien und konnte rund 8.000 Besucher aus 70 Ländern verzeichnen.

Die Blockchain hält Wozniak für eine großartige Technologie - sie sei die nächste große IT-Revolution, die gerade passiere. Dank vielen Anwendungsbeispielen in verschiedenen Bereichen hat Blockchain in Wozniaks Augen an Vertrauen gewonnen. Allerdings schließt Wozniak eine mögliche Blase nicht aus.

Blockchain kann aber Wozniaks Meinung nach noch längst nicht alle seine Versprechen halten, weil die Technologie noch nicht reif für alle Anwendungen ist. Das ist aber nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist. Die Blockchain und Kryptowährungen werden Wozniaks Prognosen zufolge ihr volles Potenzial erst in einem Jahrzehnt entfalten. Der Apple-Mitgründer zitierte Twitter-Chef Jack Dorsey, der im März gesagt hatte, dass Bitcoin in zehn Jahren die einzige Währung des Internets sein werde.

Das ist nicht das erste Mal, dass Steve Wozniak Kryptowährungen positiv beurteilt. Der Bitcoin sei besser als Gold und der US-Dollar, sagte Wozniak noch im Oktober des vergangenen Jahres auf der Konferenz „Money 20/20“ in Las Vegas. Laut Wozniak sei ein großer Vorteil, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Bitcoins gibt, während Gold geschürft und geschürft werden könne. Sogenanntes Fiatgeld, wie der US-Dollar oder der Euro, könne hingegen von Banken einfach nachgedruckt werden. Mit Bitcoins, so Wozniak, sei das nicht möglich.

Nichtsdestotrotz hat Wozniak alle seine Bitcoins verkauft bis auf einen, wie er auf der We-Are-Developer-Konferenz in Wien sagte. Er wolle kein Investor sein und ständig auf die Kurse schauen wie ein Daytrader, erklärte der Apple-Mitgründer. Außerdem haben auf Blockchain-basierende Kryptowährungen ihn auch nicht vor Betrug geschützt - Wozniaks Bitcoins im Wert von 60.000 Euro seien im Februar dieses Jahres gestohlen worden.

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